Bei der Explosion einer Chemie-Pipeline im Osten Chinas sind laut Berichten staatlicher Medien mindestens sechs Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Bei einheimischen Twitter-Usern ist gar von 79 Toten die Rede.

Auf der Anlage einer verlassenen Plastikfabrik in Nanjing, der Hauptstadt der Provinz Jiangsu, sei eine Leitung für Ethylen, auch bekannt als schweres Kohlenwasserstoffgas, explodiert, berichtete der Staatssender Nationales Radio China auf seiner Website.

Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, in Krankenhäusern seien mindestens sechs Opfer der Explosion für tot erklärt worden. 52 Menschen hätten schwere Verletzungen davongetragen. Ein Arzt im Krankenhaus der Stadt Zhongda sagte, nach der Explosion seien auch dort Dutzende Verletzte eingeliefert worden. Die meisten Patienten litten unter Verbrennungen, ihr Zustand sei aber nicht bedrohlich.

Durch die Wucht der Explosion zersplitterten in bis zu 300 Metern Entfernung die Fensterscheiben von Häusern und zahlreiche Autos wurden beschädigt. Laut Xinhua brach nach der Explosion ein Brand aus. Zudem sei gerade ein Linienbus mit etlichen Menschen darin an der Fabrik vorbeigefahren.

AFP/dpa/toto