Einen Tag ist es her, dass sich die ARD erstmals öffentlich für eine Zusammenarbeit mit Stefan Raab ausgesprochen hat. „Wir sind zuversichtlich, die offenen Fragen zeitnah klären zu können“, sagte die Sprecherin der ARD-Programmdirektion, Silvia Maric. Doch einem Bericht des „Spiegels“ zufolge kommt die Annäherung des Senders zu spät.
Stefan Raab soll dem Sender eine Absage erteilt haben. "Der NDR hat uns um Hilfe gebeten. Wir haben ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt. Die Entscheidungswege in der ARD sind aber derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar sind. Unser Song Contest heißt Bundesvision-Song-Contest“, zitiert „Spiegel Online“ den Moderator.
Über eine mögliche Zusammenarbeit war seit mehreren Tagen spekuliert worden, nachdem das deutsche Grand-Prix-Duo "Alex swings Oscar sings" mit seinem Titel „Miss Kiss Kiss Bang“ war im Finale in Moskau nur auf dem 20. Platz unter 25 Teilnehmern gelandet war. Auch in den Jahren zuvor konnte sich Deutschland nur im hinteren Teilnehmerfeld platzieren, im vergangenen Jahr belegten die „No Angels“ den letzten Platz.
Raab habe bereits drei Mal am Grand Prix als Sänger, Komponist und Produzent teilgenommen, und dies jeweils mit einer Platzierung unter den besten Acht. „Seine Musikkompetenz und seine hohe Professionalität sind unbestritten“, hatte ARD-Sprecherin Maric gesagt. Insofern wurde eine Kooperation zwischen der ARD, Raab und Pro Sieben als „reizvoll“ beschrieben.
Raab erreichte 2000 mit dem Titel „Wadde hadde dudde da“ Platz 5 beim Eurovision-Song-Contest. Bereits 1998 hatte er unter dem Pseudonym Alf Igel für Guildo Horn den Song „Guildo hat euch lieb“ komponiert, der beim Grand Prix siebter wurde. 2004 schrieb er das Lied „Can't Wait Until Tonight“, mit dem Sänger Max Mutzke auf den achten Platz kam.
Bei Pro Sieben initiierte Raab erfolgreich Musikwettbewerbe wie „SSDSGPS – Ein Lied für Istanbul“, die Talentshow „AADSDSSWEMUGABRTLAD“ („Stefan Sucht Den Superstar, Der Singen Soll, Was Er Möchte Und Gerne Auch Bei RTL Auftreten Darf“) und den „Bundesvision Song Contest“ mit deutschsprachigen Sängern und Bands, der eigentlich als Grand-Prix-Gegenveranstaltung ins Leben gerufen wurde und erstmals 2005 stattfand.
Das Erste verhandelte laut dem Nachrichtenportal der WAZ-Mediengruppe, „Der Westen.de“ seit einem Jahr mit Raab und seinem Haussender Pro Sieben über einen Neustart beim Song Contest.
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lk mit dpa




