Mit Sex am Strand ist es im beliebten Badeort Tossa de Mar an Spaniens Costa Brava künftig vorbei. Die Stadtverwaltung verabschiedete nach Medienberichten eine Verordnung, die Liebesspiele auf öffentlichem Grund von Juli an verbietet. Wer sich an die neue Regelung nicht hält, muss mit Geldbußen von 400 bis 1800 Euro rechnen.

Die Verordnung bezieht sich ausdrücklich auch auf die Strände der 6000 Einwohner starken Gemeinde im Nordosten Spaniens. Sexuelle Aktivitäten im Sand verstoßen nach Ansicht der Stadtoberen gegen das Recht der Bürger „auf eine optimale Nutzung“ des Strandes. Die Ortspolizei werde besonders in der Urlaubszeit auf die Einhaltung der Vorschrift achten – vor allem nachts.

Die Stadtverwaltung räumt nach Angaben der spanischen Tageszeitung „El Mundo“ zwar ein, dass eine konkrete Umsetzung der neuen Verordnung schwierig werden könnte - von ihrer Notwendigkeit ist sie aber dennoch überzeugt. Bislang laufe die Polizei nachts zwar Streife am Strand, sie verfüge aber nicht über die notwendigen Mittel, um Sex im Sand oder auch an anderen öffentlichen Plätzen im Ort zu verhindern.

Laut „El Mundo“ reagieren die Anwohner ganz unterschiedlich auf die neue Verordnung. Während manche meinen, in Zukunft würden sie sich eben einfach besser verstecken müssen, finden andere, die Polizei sollte sich lieber anderen Aufgaben zuwenden. Es gibt aber natürlich auch den ein oder anderen, der froh ist, zukünftig nicht mehr unfreiwillig den Sexspielen Unbekannter beiwohnen zu müssen.

Neben Drogengenuss und Prostitution sind auch Alkoholgenuss und Betteln in der Öffentlichkeit künftig in Tossa de Mar nicht mehr erlaubt.

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dpa/nic