Die italienische Ausgabe des Musik-Magazins „Rolling Stones“ hat den italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi zum „Rockstar des Jahres 2009“ ernannt. Der 73-jährige Ministerpräsident mit dem Faible für schöne Frauen habe die Redaktion mit seinem Lebensstil überzeugt, gab die Zeitschrift bekannt.
„Rod Stewart, Brian Jones, Keith Richards sind nur Dreck im Vergleich zum Cavaliere“, heißt es zur Begründung in dem vorveröffentlichten Leitartikel der Dezemberausgabe. Und auch das Anwesen „Neverland“ des kürzlich gestorbenen „King of Pop“ Michael Jackson könne mit der sardischen Luxusvilla „Certosa“ des Italieners nicht mithalten.
Man wolle mit der Wahl kein politisches Urteil abgeben, sondern "der unnachahmlichen Lebensart Berlusconis, seiner Lebenswut“ Rechnung tragen. So sei der Italiener mit seinem Lifestyle in diesem Jahr zu einem internationalen Star geworden.
Der geliftete Medienmogul hatte 2009 vor allem durch angebliche amouröse Affären mit minderjährigen TV-Sternchen und Sex-Parties im Regierungspalast von sich Reden gemacht. Sein ungeklärtes Verhältnis zu der heute 18-jährigen neapolitanischen Schülerin Noemi Letizia beschäftigte die internationale Presse über Monate.
Auf den dritten Platz kam Papst Benedikt XVI. Das Kirchenoberhaupt verdanke die Ehrung dem Umstand, dass die CD „Alma Mater“ bei einem renommierten Rock-Label erschienen sei. Auf dem Album mit Mariengesängen sind einige vom Papst gesprochene und gesungene Passagen aus dem vatikanischen Tonarchiv verarbeitet. Der Vatikan hatte stets betont, bei der Form der Mitwirkung handele es sich nur um einen Lizenzvertrag, nicht aber um eine Koproduktion. Den zweiten Platz belegt US-Präsident Barack Obama.
dpa/KNA/ras





