Der zu einem Tiefdruckgebiet heruntergestufte frühere Tropensturm „Alex“ stellt weiterhin keine größere Gefahr dar. Mit Windgeschwindigkeiten von 55 Kilometern pro Stunde zog er in der Nacht über die mexikanische Halbinsel Yucatán hinweg, teilte das US-Hurrikanzentrum in Miami (Florida) auf seiner Internetseite mit.

Allerdings bringt das Unwetter viel Regen mit, der zu Erdrutschen und Hochwasser an Flüssen führen könne. Die Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko war nicht in Gefahr, da „Alex“ weiterhin Richtung Nordwesten zog.

Dies werde voraussichtlich auch die nächsten Tage so bleiben, prognostizierte das Hurrikanzentrum. Über dem Wasser des südlichen Golfs von Mexiko könne „Alex“ jedoch wieder an Kraft gewinnen und sich wieder in einen Wirbelsturm verwandeln.

Die Behörden blieben aber dennoch wachsam. Experten schlossen nicht gänzlich aus, dass der Sturm noch einen überraschenden Schwenk machen könnte. „Wir wissen alle, dass Wetter unberechenbar ist und dass wir eine plötzliche Änderung in letzter Minute haben könnten“, sagte Admiral Thad Allen von der US-Küstenwache.

„Alex“ zwang die Ölkonzerne BP und Shell, mit der Räumung von Bohrplattformen im Golf von Mexiko zu beginnen. So holte Shell zunächst rund 300 Arbeiter an Land, ähnliche Vorkehrungen traf auch BP. Die Bekämpfung der Ölkatastrophe vor der US-Küste war durch die Schutzmaßnahmen indessen nicht beeinträchtigt.

dpa/lk