Der 60-Jährige Mann aus Hof rief gegen 23.30 Uhr die Notrufnummer 112 und erklärte, er habe sich auf seinem Heimweg von der Bushaltestelle bei Gemeinreuth nach Unterleupoldsberg im Wald verirrt, sei gestürzt und werde immer müder. Es herrschte Frost von minus 17 Grad. Wie die Polizei im oberfränkischen Naila mitteilte, wurde eine Rettungsaktion gestartet.
Kräfte der Polizei, der Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes, der Schwarzenbacher Bergwacht sowie den Freiwilligen Feuerwehren durchsuchten den Wald. Zunächst fand man auf einem Weg die Taschenlampe und die Einkaufstasche des Mannes.
Gegen 1.25 Uhr entdeckte ein Polizeihundeführer den Mann am Boden sitzend und vor Kälte schlotternd. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Beim Sturz hatte er einen Oberarmbruch erlitten.
Die Rettung kam laut Polizei „im letzten Moment“. Eine Handy-Ortung sei in dem Wald schwierig gewesen, hieß es. Warum der alleinstehende 60-Jährige überhaupt bei Dunkelheit durch den Wald gegangen war, ist unklar. „Er hätte einfach auf der Straße bleiben sollen“, sagte ein Polizeisprecher.
Ein Familienvater hat seine beiden Kinder bei der Suche nach einem Christbaum im Tennenloher Forst bei Erlangen verloren. Nach einer Stunde vergeblichen Suchens alarmierte der verzweifelte Mann die Polizei. Wegen der klirrenden Kälte sei nach Angaben der Polizei Nürnberg sofort ein Großaufgebot an Suchkräften in Marsch gesetzt.
Zudem stieg ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera in die Luft. Eine Frau fand schließlich den sieben Jahre alten Buben und seine 12-jährige Schwester. Beide Kinder waren nach dem Vorfall völlig durchgefroren.
„Den beiden steckt der Schrecken immer noch in den Knochen. Die haben ordentlich gebibbert, sind inzwischen aber wieder aufgetaut“, sagte ein Polizeisprecher. Die Kinder waren mit ihrem 44 Jahre alten Vater zur Christbaumsuche durch das Naturschutzgebiet gestapft.
ls ein Baum gefunden war, lud der Mann ihn auf seinen Autoanhänger. „Wie er sich umdreht, waren die Kinder weg“, erklärte der Sprecher. „Er hat schon Angst gehabt. Es war ja recht kalt“. Beide Kinder waren nach dem Vorfall eiskalt. Warum das Geschwisterpaar entwischte, war zunächst unklar.
Nachdem sich in der Nacht zum Samstag eine Frau im Wald bei Vehlefanz (Oberhavel) verirrt hatte, alarmierte sie per Notruf die Polizei. Wegen der klirrenden Kälte seien umgehend mehrere Streifenwagen für die Suche eingesetzt worden, teilte der Schutzbereich am Sonntag in Oranienburg mit.
Währenddessen hielt die Frau Kontakt zur Leitstelle, um die Beamten auf ihre Spur zu lotsen. Die entdeckten sie nach einer guten Stunde durchgefroren, aber erleichtert. Die nicht ortskundige Frau hatte sich nach einer Feier zu Fuß von Vehlefanz nach Kremmen aufgemacht.
dpa/ddp/cor





