Im US-Bundesstaat Texas ist am Donnerstag ein zum Tode verurteilter 29-jähriger Honduraner hingerichtet worden. Heliberto Chi wurde am Morgen im Gefängnis von Huntsville per Giftspritze getötet. Einen Einspruch seiner Anwälte in letzter Minute hatte der Oberste US-Gerichtshof kurz zuvor abgelehnt. Diese hatten vergeblich argumentiert, die Vollstreckung des Urteils verstoße gegen ein US-honduranisches Freundschafts- und Handelsabkommen, das den Angeklagten ein Recht auf konsularischen Beistand einräume.


Chi war wegen Raubüberfalls und Ermordung des 56-jährigen Leiters einer Mode-Boutique verurteilt worden. Bereits 2007 hatte er vergeblich dagegen protestiert, dass er keinen konsularischen Rechtsbeistand erhalten hatte.

Erst am Dienstag war im Gefängnis von Huntsville der 33-jährige Mexikaner José Ernesto Medellín ungeachtet der Einwände des Internationalen Gerichtshofs (IGH) hingerichtet worden. Medellín war einer von 51 mexikanischen Todeskandidaten in den USA, die laut einem Urteil des IGH aus dem Jahr 2004 entgegen der Wiener Konvention nicht über ihr Recht auf konsularischen Rechtsbeistand aufgeklärt worden waren.

AFP/AP/ras