Nahe der schottischen Ostküste ist ein Hubschrauber mit 16 Menschen an Bord ins Meer gestürzt. Er kam von einer Ölplattform in der Nordsee. Die Rettungsaktion ist angelaufen.

Ein Hubschrauber mit mindesten 16 Insassen an Bord ist in die Nordsee gestürzt. Nach Informationen des britischen TV-Senders Sky News war der Hubschrauberkurz vor 14 Uhr Ortzeit auf dem Rückflug von einer Ölplattform in der Nordsee. Nordöstlich der schottischen Ostküste, 35 Meilen entfernt von Aberdeenshire stürzte er dann ab, wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte. Die Unglücksursache ist noch gänzlich unklar. Es soll sich um einen Versorgungshubschrauber für die Plattform gehandelt haben.

Dem Ministerium zufolge waren die Passagiere an Bord Zivilisten. Die Ölfirma BP teilte mit, es habe sich um zwei Besatzungsmitglieder und 14 Passagiere von der Miller-Plattform gehandelt. Die Plattform befindet sich 270 Kilometer vor der schottischen Küste in der Nordsee.

Die Küstenwache von Aberdeen ist Sky News zufolge mit der Rettungsoperation befasst, an der auch zwei Hubschrauber der britischen Luftwaffe Royal Air Force und ein Marine-Flugzeug beteiligt sind. Rettungsboote sind auf dem Weg zur Unglücksstelle. Auch ein Schiff, das gerade in der Nähe war, die „Normond Aurora“, ist an der Suche nach Überlebenden beteiligt.

Der Hubschrauber gehört der Firma Bond Offshore Helicopters, die eine Flotte von Super Puma Hubschrauber unterhält. Sie werden genutzt, umd Ölplattformen zu versorgen, wie die Küstenwache mitteilte.

Erst am 18. Februar war ein Bond Super Puma Hubschrauber mit 18 Menschen an Bord 125 Meilen vor Aberdeen in die Nordsee gestürzt, der auf dem Weg zu einer Plattform gewesen war. Alle Menschen an Bord überlebten. 14 wurden mit Hilfe der Rettungsboote auf der Plattform gerettet, die nur 500 Meter von der Unglücksstelle entfernt lag.

AP/Reuters/sh