Knapp ein Jahr nach dem Polizistinnen-Mord von Heilbronn fehlt immer noch eine heiße Spur. „Die näheren Umstände der Tat sowie das Tatmotiv liegen nach wie vor im Dunkeln“, sagte der Leiter der Polizeidirektion Heilbronn, Roland Eisele, auf einer Pressekonferenz. Auch Zeugen der Geschehnisse vom 25. April 2007 fehlten. Die nach dem Heilbronner Mord entdeckte DNA-Spur einer „Frau ohne Gesicht“ sei inzwischen bei 30 Straftaten im In- und Ausland gefunden worden. Die Polizei habe 2400 Spuren bearbeitet. Von einem Stillstand der Ermittlungen könne keine Rede sein, sagte der Leiter der Sonderkommission, Frank Huber.
Die Polizei veröffentlichte das Phantombild eines Mannes, der an einem versuchten Einbruch in einem Wohn- und Geschäftshaus in Saarbrücken beteiligt gewesen sein soll. Auch dabei wurde Gen-Material der Unbekannten gefunden. Die DNA der Frau wurde an einem Stein gesichert. Damit war im Oktober 2006 die Terrassentür einer Wohnung zertrümmert worden. Wie diese Spur an den Stein kam und ob die Unbekannte an diesem Einbruchsversuch beteiligt war, ist nicht bekannt.
Die unbekannte mutmaßliche Serientäterin steht im Verdacht, an dem Mord an der 22 Jahre alten Polizistin in Heilbronn beteiligt gewesen zu sein. Dabei wurde auch ein Polizist schwer verletzt. „Die Art der Beteiligung der Frau ist aber unklar“, sagte Huber. Zuletzt waren die Ermittler im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod von drei Georgiern, die im Januar bei Heppenheim in Hessen ermordet worden waren, auf eine Gen-Spur der sogenannten Phantom-Täterin gestoßen.




