Eine türkische Pilotenvereinigung hat Turbulenzen durch eine große Boeing 757 als mögliche Ursache für den Absturz der Boeing 737 bei Amsterdam ins Gespräch gebracht. Bei dem Unglück kamen am Mittwoch neun Menschen ums Leben. Unter den Opfern waren auch die drei Piloten und ein Flugbegleiter.
Hunderte Menschen nahmen am Samstag auf einer Trauerfeier in Istanbul von ihnen Abschied. Dass 126 der 135 Menschen an Bord überlebt hätten, sei den Fähigkeiten der Piloten zu verdanken, erklärte Candan Karlitekin, der Vorstandschef der Turkish Airlines. „Es war ein Wunder, aber ein trauriges Wunder.“
Der Generalsekretär der Pilotenvereinigung, Savas Sen, erklärte am Freitagabend, nur zwei Minuten vor der Unglücksmaschine sei eine Boeing 757 auf dem Flughafen Schiphol gelandet. Diese Maschine könne Turbulenzen verursacht haben, die dann zum Absturz der türkischen Maschine führten.
Alle möglichen Ursachen würden untersucht, erklärte am Samstag der Sprecher der niederländischen Ermittler, Fred Sanders. Es sei bekannt, dass solche Turbulenzen auch schon in der Vergangenheit zu Problemen geführt hätten, sagte Sanders. Die Ermittler untersuchten am Samstag weiter den Daten- und den Stimmenrekorder der Unglücksmaschine auf Hinweise zur Absturzursache.
Die Boeing 737 der Turkish Airlines schlug am Mittwoch kurz vor der Landebahn auf einem Feld auf und zerbrach in drei Teile. Bislang galt ein plötzlicher Ausfall der Triebwwerke als mögliche Absturzursache.
AP/omi




