Mexiko

Soldaten bei Racheakt von Drogenmafia geköpft

Die Tat soll eine Warnung sein: In einem mutmaßlichen Racheakt der Drogenmafia sind in Südmexiko acht Militärangehörige und ein Anwalt enthauptet worden. In Chilpancingo wurden neun Köpfe in Plastiktüten gefunden. Stunden später entdeckte die Polizei die Leichen der Männer an verschiedenen Orten.

Das Verteidigungsministerium erklärte, bei den Gewalttaten handele es sich um eine Reaktion auf das Vorgehen des Militärs gegen die organisierte Kriminalität. Einige der Leichen wiesen nach Angaben der Behörden Folterspuren auf. Neben den abgetrennten Köpfen fand die Polizei eine schriftliche Drohung: „Für jeden, der von uns getötet wird, werden wir zehn von ihnen töten“, hieß es nach Angaben eines Beamten darin.

Chilpancingo ist die Hauptstadt des südmexikanischen Bundesstaats Guerrero mit dem berühmten Badeort Acapulco. Der Staat gehört zu den Gebieten, in denen seit Jahren ein blutiger Kampf zwischen Drogenkartellen um die Vorherrschaft über den Rauschgiftschmuggel in die USA herrscht.

Diesem Drogenkrieg sind seit Jahresbeginn bereits mehr als 5300 Menschen zum Opfer gefallen. Ende 2006 startete die mexikanische Regierung eine Offensive gegen die Drogenkartelle, an der sich mehr als 36.000 Polizisten und Soldaten beteiligen.

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