Eine meterhohe Schlammlawine hat in Mexiko einen Bus mit bis zu 60 Fahrgästen unter sich begraben. Nach schweren Regenfällen rutschte bei Eloxochitlan (Bundesstaat Puebla) ein Teil eines durchnässten Hügels auf den Bus ab, wie Behörden und Rettungskräfte berichteten.

Ein Feuerwehrmann sagte, die Reisenden seien bei dem Unglück wahrscheinlich erstickt oder erdrückt worden. Die Regierung gab die Hoffnung auf, Überlebende zu finden. Dauerregen hatte in den vergangenen Tagen in vielen Landesteilen zu Überschwemmungen geführt.

Einem hochrangigen Funktionär der Rettungskräfte zufolge war der Bus unter einer bis zu sieben Meter dicken Schicht aus Schlamm und Felsen begraben. Die Zahl der Opfer schätzte er auf rund 45, während die Regierung in Mexiko-Stadt von 60 Mitfahrern sprach.

Soldaten und andere Helfer brauchten Stunden, um auf glitschigen Bergstraßen an die abgelegene Unglücksstelle zu gelangen. Währenddessen machte ein zweiter, kleinerer Erdrutsch die ersten Rettungsversuche örtlicher Helfer zunichte. Präsident Felipe Calderon wies das Innen- und das Verteidigungsministerium an, die Hilfsbemühungen zu unterstützen.

reuters/cor