Tröstlicherweise war Paris Hilton nicht ganz allein unter den "Gewinnern". Auch Uwe Boll (43), der Regisseur aus Deutschland, hat in diesem Jahr die Goldenen Himbeere erhalten. Die beiden wurden am Samstagabend bei der alljährlich einen Tag vor der Oscar-Gala stattfindenden Preisverleihung für die schlechtesten Leistungen im Filmgeschäft des abgelaufenen Jahres „gekürt“.

Der Gründer der skurillen Show, John Wilson, sagte, die Leistungen von Boll und Hilton seien so schlecht, dass er sich eine Zusammenarbeit der beiden vorstellen könne. „Sie ist die Zsa Zsa Gabor des 21. Jahrhunderts. Sie ist berühmt dafür, mit wem sie herumhängt. Sie ist nicht dafür berühmt, bisher irgendein Talent gezeigt zu haben. Sie könnte schließlich mit Uwe Boll arbeiten: Sie könnte der Haupt-Vampir in 'Bloodrayne 3' sein.“

Hilton kam auf gleich drei Negativ-Auszeichnungen, unter anderem für ihre Darstellung in dem Film „The Hottie & the Nottie“ und als Nebendarstellerin in „Repo: The Genetic Opera“. Damit stellte sie den Rekord von Eddie Murphy vom Vorjahr ein, der für seine diversen „Norbit“-Rollen auch drei Schauspieler-Himbeeren bekam.

Hiltons männliches Pendant am Samstagabend war der kanadische Schauspieler Mike Myers, der für seinen Film „The Love Guru“ ebenfalls mit drei „Goldenen Himbeeren“ disqualifiziert wurde: Der „Austin-Powers“-Darsteller erhielt für seinen Streifen über einen Eishockeyspieler, der mit Hilfe eines Gurus zu Glück und Erfolg kommt, den Spottpreis in den Kategorien „schlechtester Schauspieler“, „schlechtester Film“ und „schlechtestes Drehbuch“. Die „New York Times“ hatte Myers' Film als „geradezu anti-lustig“ verrissen.

Boll wurde bei den 29. „Razzie Awards“ als schlechtester Regisseur „ausgezeichnet“ und lieferte nach Meinung der Organisatoren die schlechteste Karriereleistung ab. Die Komödie „Der Love Guru“ kam auf drei Negativ-Preise. Und Pierce Brosnan wurde für seine Nebenrolle in „Mamma Mia“ mit einem der Negativpreise bedacht.