Schnee und Blitzeis zu Silvester: Der Winter hat Deutschland zum Jahreswechsel wieder fest im Griff. Bereits am Mittwoch schneite es in mehreren Bundesländern, auf den Straßen kam es zu Glatteisunfällen. Allein in Brandenburg registrierten die Behörden knapp 50 Unfälle mit mehreren Verletzten.
Eine Sporthalle in Frankfurt (Oder) wurde wegen zu großer Schneemassen auf dem Dach vorsorglich gesperrt worden. Am frühen Mittwochnachmittag waren es sechs Zentimeter Schnee auf dem Dach gewesen, doppelt soviel seien für den Sportbetrieb in der 1997 erbauten Halle zulässig gewesen. „Aber wir wissen nicht, was noch kommt“, sagte Buchholz. Vertreter des Sportzentrums und des Handballclubs hätten die Verlegung in die Oderlandhalle gemeinsam beschlossen.
Auch im Norden waren Streu- und Räumfahrzeuge seit dem frühen Morgen im Dauereinsatz. Einen jungen Mann kam dennoch bei einem Unfall auf den glatten Straßen ums Leben: In Rosche im Landkreis Uelzen (Niedersachsen) wurde ein 19-Jähriger getötet, als sein Auto auf der Bundesstraße 493 ins Schleudern geriet und gegen einen Baum prallte. Der junge Mann war zu schnell gefahren. Sein Auto hatte sich auf der glatten Straße mehrmals gedreht und war schließlich beim Aufprall gegen den Baum so deformiert worden, dass Rettungskräfte den Fahrer nur noch tot bergen konnten.
So wird das Wetter an Silvester
Silvester müssen sich gerade die Norddeutschen weiter auf kräftigen Schneefall einstellen. Das Wochenende wird im gesamten Bundesgebiet winterlich und bringt Dauerfrost. Bis zu zehn Zentimeter Schnee sind nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes nicht ausgeschlossen.
Weiter südlich fällt am Donnerstag gebietsweise Regen. Wegen gefrierenden Niederschlags besteht entsprechende Glättegefahr. Die Höchsttemperaturen liegen im Norden um null Grad, in der Mitte zwischen einem und fünf Grad, im Süden zwischen vier und zehn Grad. Der Wind weht im Norden mäßig bis frisch aus Nordosten, Schneeverwehungen sind möglich. In der Silvesternacht schneit es im Norden weiter, wobei sich der Schneefall sogar noch einmal verstärken kann.
Spätestens am Neujahrstag verwandelt sich auch die Mitte des Landes in eine weiße Winterlandschaft. Das Wochenende bringt deutschlandweit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und weitere Schneefälle. Am Samstag ist es bedeckt, und zeitweise schneit es. An den Nordhängen der Mittelgebirge und der Alpen sind nach Einschätzung der Meteorologen Neuschneemengen von über zehn, sonst meist unter fünf Zentimeter zu erwarten. Die Höchstwerte liegen nur im Südwesten zum Teil noch über null Grad, sonst herrscht Dauerfrost. In der Nacht zum Sonntag lassen die Schneefälle nach, und von Westen her beruhigt sich das Wetter.
Von Sonntag bis Dienstag schneit es im Osten noch leicht, später setzt sich auch hier, wie schon zuvor im Westen Wetterberuhigung durch. Es kann vor allem ab Montag auch zu längeren freundlichen Abschnitten kommen.
AP/dpa/kami





