Brandkatastrophe

Frau und zwei Kinder bei Feuer in Lübeck getötet

Bei einem Feuer in der Lübecker Altstadt sind in der Nacht zu Sonntag eine Mutter und zwei Kinder ums Leben gekommen. Die 33-Jährige und ihr siebenjähriger Sohn wurden leblos aus dem mehrgeschossigen Einfamilienhaus geborgen und starben noch am Brandort, wie ein Polizeisprecher sagte.

Drama in Lübeck: Bei einem Feuer in einem Wohnhaus in der Altstadt sind in der Nacht zum Sonntag eine Frau und zwei Kinder ums Leben gekommen. Die 33-Jährige, ihr siebenjähriger Sohn sowie ein sechs Jahre alter Freund des Jungen konnten zwar zunächst von Feuerwehrleuten aus dem brennenden Haus geborgen werden. Die Frau und ihr Sohn erlagen jedoch noch am Brandort ihren schweren Verletzungen, teilte die Feuerwehr mit. Das zweite Kind, das über Nacht zu Besuch gewesen war, konnte zunächst reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden, starb dort wenig später jedoch ebenfalls. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

Nachbarn hatten kurz nach Mitternacht einen lauten Knall gehört und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte brannten den Angaben zufolge bereits das komplette Treppenhaus und Teile der Etagen. Da sogar Teile des Wandputzes abgelöst worden seien, müsse das Feuer im Innern des Hauses Temperaturen von knapp 1000 Grad erreicht haben, teilte die Feuerwehr mit. Rund 40 Feuerwehrleute aus Lübeck und Umgebung benötigten rund zweieinhalb Stunden, um die Flammen zu löschen. Etwa eine halbe Stunde nach dem Alarm hatten sie den leblosen Sechsjährigen und die Mutter seines Freundes entdeckt. Der Sohn der 33-Jährigen wurde erst nach knapp einer Stunde gefunden – versteckt unter einer Matratze im Obergeschoss.

Das mehrstöckige Haus inmitten der Lübecker Altstadt sei so stark beschädigt worden, das sich auch die Brandermittler zunächst nur sehr eingeschränkt Zutritt verschaffen konnten, sagte ein Polizeisprecher. Vor allem der hölzerne Treppenaufgang sei nahezu vollständig verbrannt, so dass die Feuerwehr nur mit Leitern in die oberen Stockwerke vordringen konnte. Ersten Ermittlungen zufolge lebten die Frau und ihr Sohn allein in dem Gebäude. Im Erdgeschoss befindet sich außerdem ein kleines Geschäft. Ein Übergreifen der Flammen auf die umliegenden Gebäude konnte die Feuerwehr verhindern.

Ob es sich bei dem Knall, der die Nachbarn aufgeschreckt hatte, um eine Explosion gehandelt hat, sei unklar, sagte der Polizeisprecher. Anzeichen für eine Brandstiftung gebe es bislang nicht. Das Gebäude wurde gesichert und von der Polizei abgesperrt, die Leichen der Opfer sollen von einem Gerichtsmediziner untersucht werden. Erste Ergebnisse seien aber nicht vor Montag zu erwarten, hieß es. Unmittelbar nach dem Brand hatte die Feuerwehr ein sogenanntes Kriseninterventionsteam angefordert, das sich um die Angehörigen der Opfer und um einige Rettungskräfte kümmerte.

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