Nach Angaben eines Behördensprechers konnten mindestens 21 Menschen gerettet werden. Rettungskräfte und Bewohner suchten zum Teil mit bloßen Händen nach Überlebenden in den Trümmern. Nach Angaben von Rettungshelfern am Unglücksort kamen mindestens 24 Menschen ums Leben, darunter mindestens zwei Kinder.
Präsident Viktor Juschtechenko und Regierungschefin Julia Timoschenko, die sich in den vergangenen Monaten einen erbitterten Machtkampf geliefert hatten, besuchten gemeinsam den Unglücksort am Schwarzen Meer. In einer seltenen Geste der Eintracht kamen sie sogar im selben Fahrzeug nach Jewpatoria, um sich ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe zu machen.
Juschtechenko sprach von einem „schrecklichen, nicht wieder gut zu machenden Verlust“ für die Angehörigen der Opfer und erklärte den Freitag zum nationalen Trauertag. Der russische Präsident Dmitri Medwedew übermittelte sein Beileid und bot Katastrophenhilfe durch die Schwarzmeerflotte an.
Ursache des Unglücks war nach Angaben von Regierungschefin Timoschenko vermutlich die Explosion von mit Sauerstoff oder Acetylen gefüllten Flaschen, die widerrechtlich im Keller des Hauses gelagert worden seien. Die genaue Ursache könne erst festgestellt werden, wenn die Rettungskräfte in die betreffenden Räume vorgedrungen seien, sagte Timoschenko. Die Helfer arbeiteten sich nach ihren Angaben zum Teil mit bloßen Händen durch die Trümmer, um mögliche Verschüttete nicht mit schwerem Räumgerät zu verletzen.
Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums waren rund 300 Rettungskräfte im Einsatz. Die Helfer legten regelmäßig Pausen ein, um keinen Lärm zu verursachen und so möglichen Lebenszeichen unter den Trümmern wahrnehmen zu können. Das Wohnhaus mit insgesamt 35 Wohneinheiten wurde 1965 errichtet.
AFP/dpa/omi



