Österreich

Witwe spricht über den Tod Jörg Haiders

Nach acht Wochen Trauerzeit hat Claudia Haider beschlossen, sich zum Tod ihres Ehemannes Jörg Haider zu äußern. Die Österreicherin will damit gegen die Gerüchte vorgehen, die seit dem Unfall ihres Mannes immer wieder in den Medien auftauchen. Auch zur sexuellen Orientierung Jörg Haiders nimmt sie Stellung.

In einem Interview mit der Zeitschrift „Bunte“ erklärt Jörg Haiders Witwe nun: „Mein Mann war nicht homosexuell!“ Wenn sie diesen Verdacht gehegt hätte, hätte sie sofort die Scheidung eingereicht, erklärt die Witwe. Und sie geht gegen die Anschuldigungen, Haider sei homosexuell, weiter in die Offensive: „Früher haben Jörg und ich immer über diese Gerüchte gelacht. Er hat sich immer gut dagegen gewehrt.“

Auch den Besuch eines einschlägigen Lokals kurz vor dem Unfall sieht Haiders Witwe weniger als Beweis: „In diesem Lokal verkehren auch Frauen. Ob es sich um ein Homosexuellenlokal handelt, weiß ich nicht. Das wird mir in Klagenfurt auch so nicht bestätigt. Es ist ein Lokal, das immer offen ist.“


Sie sei eine Frau, die mit Herz und Hirn im Leben stehe und die schon für Ordnung und klare Verhältnisse gesorgt hätte, wenn an den Gerüchten über die sexuelle Orientierung ihres Mannes wirklich etwas dran gewesen wäre.


"Ich hoffe, dass die Gerüchte damit endlich vom Tisch sind. Denn ich finde es pietätlos und unerträglich, dass meine Familie und ich immer wieder damit konfrontiert werden", sagte die Witwe in einem weiteren Interview mit dem österreichischen Nachrichtenportal „oe24.at.“


Selbst die Unfallursachen, Jörg Haider soll stark alkoholisiert gewesen sein, als er in seinem Auto verunglückte, zweifelt sie an: "Zum Alkohol kann ich sagen: Mein Mann hat nie in diesen Mengen getrunken. Uns wird auch von medizinischer Sicht bestätigt, dass er bis 24 Uhr vollkommen nüchtern gewesen sei. Wie, bitte schön, soll mein Mann derart viel Alkohol getrunken haben?“


Überhöhte Geschwindigkeit als mögliche Ursache sieht Claudia Haider als nicht realistisch an: „Die Unfallstrecke ist einfach zu kurz, um auf 140 Stundenkilometer beschleunigen zu können.“ Es gäbe noch viele ungelöste Fragen und Rätsel um den Tod ihres Mannes. Sie wolle versuchen, das „Puzzle“ um die Unglücksnacht zu lösen. Einige Teile dieses Stückes habe sie schon.

Der 58-jährige Jörg Haider war nach einer Feier am Steuer seines Wagens betrunken in den Tod gerast. In Kärnten, wo Haider fast zehn Jahre als Landeshauptmann (Ministerpräsident) regierte, wurde der Politiker als Volksheld verehrt.

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