Vier Millionen Euro sollen nach einem Bericht des Magazins „Stern“ vor allem britische Medien für die Veröffentlichung der Vernehmungs- und Ermittlungsprotokolle zahlen. Ein Bekannter des 73-Jährigen bestätigte dem Blatt das Vorhaben: „Fritzl war und ist immer noch ein sehr tatkräftiger Mensch mit hunderttausend Ideen.“

Als der Bekannte Fritzl im Gefängnis besucht habe, soll der Inzesttäter außerdem gesagt haben: „Die schreiben alles an mir vorbei, aber ich bin der Hauptakteur. Das andere damit Geld machen, indem sie mich nutzen, geht nicht. Da wäre mir viel mehr geholfen, wenn ich der Familie etwas geben kann.“

Angeblich habe Fritzl 3,5 Millionen Euro Schulden, die er mit dem Geld aus Großbritannien tilgen wolle. Deshalb habe er Emails an alle potenziellen Kunden mit einem Verkaufsangebot geschickt. Es sollen auch tatsächlich Verhandlungen stattgefunden haben, für die Fritzl Unterlagen von seinem Anwalt zusammenstellen ließ, heißt es weiter. Doch nach vier Treffen sei ein Abschluss dann doch nicht zustande gekommen.

Weiter gehe Fritzl davon aus, dass er nach dem Prozess nur wenige Jahre im Gefängnis verbringen werde und dann zu seiner Ehefrau zurückkehren könne.

Fritzl hielt seine Tochter Elisabeth 24 Jahre in einem Kellerverlies gefangen und zeugte mit ihr sieben Kinder. Eines der Kinder starb kurz nach der Geburt. Fritzl ist in der Justizanstalt St. Pölten inhaftiert und wartet er auf seinen Prozess, der im Frühjahr beginnen soll.

Er soll wegen Mordes, Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und der Sklaverei angeklagt werden. Die Staatsanwaltschaft strebt eine lebenslange Haftstrafe für den Inzesttäter an.

kami