Vor der Wawel-Kathedrale in Krakau erinnert jetzt eine drei Meter hohe Bronzestatue an Papst Johannes Paul II. (1978 bis 2005). Im Rahmen des polnischen Papsttages weihte der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz das Denkmal in Anwesenheit von Staatspräsident Lech Kaczynski ein. In Polen ist das Monument umstritten, und wegen der fehlenden Baugenehmigung gab es im Vorfeld Ärger mit der Stadtverwaltung. Deshalb wurde die Statue jetzt zunächst nur provisorisch aufgestellt.
Das Erzbistum Krakau erklärte, es habe lange genug auf die Genehmigung gewartet. Ein Gutachten darüber, ob die Statue die auf dem Schlossberg Wawel geltenden strengen Denkmalschutzauflagen erfüllt, steht noch aus. Einige Künstler bemängelten, es handele sich bei der Statue eher um eine Fließbandarbeit als um ein künstlerisch wertvolles Monument. Allein in Krakau findet sich bereits fast ein Dutzend Denkmäler für Johannes Paul II.; im ganzen Land sind es laut Schätzungen etwa 250.
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KNA/ras





