Verkehrsunglück

Mexikos Innenminister stirbt bei Flugzeugabsturz

Schweres Flugzeugunglück in Mexiko-Stadt: Ein Sportflieger ist während des Feierabendverkehrs zu Boden gegangen, krachte in mehrere Fahrzeuge. Dabei soll es zu einer gewaltigen Explosion gekommen sein. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben – darunter der mexikanische Innenminister.

Bei einem Flugzeugabsturz in Mexiko-Stadt sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter der mexikanische Innenminister Juan Camilo Mouriño. Nach Polizeiangaben zerschellte die Maschine nahe einer vielbefahrenen Straßenkreuzung unweit des Stadtzentrums am Boden. Dabei kam es zu einer gewaltigen Explosion, durch die mehrere Autos in Flammen aufgingen. Alle neun Flugzeuginsassen sowie mindestens vier Passanten kamen nach Angaben der Staatsanwaltschaft ums Leben, zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Die Unglücksursache war zunächst unklar, Experten schlossen einen Anschlag jedoch aus. Der Innenminister hatte den Anti-Drogen-Kampf der mexikanischen Regierung geleitet.

Bei dem Unglück wurde eine große Katastrophe offenbar nur knapp vermieden: Die Maschine stürzte auf eine für Fußgänger reservierte Allee nahe der Kreuzung des Stadtrings und der wichtigsten Einfallsstraße zum Stadtzentrum, La Reforma, die im abendlichen Berufsverkehr stark befahren war. „Ich habe eine riesige schwarze Rauchwolke gesehen und drei Explosionen gehört“, berichtete eine Augenzeugin. Verkehrsminister Luis Téllez sprach von einem „sehr beklagenswerten Unfall“, der in der Geschichte des Stadt beispiellos sei.

Nach Behördenangaben hatte der Pilot der Unglückmaschine kurz vor dem Absturz einen Notfall an Bord gemeldet, bevor der Kontakt zum Tower abriss. Die Maschine des Innenministeriums war auf dem Rückflug aus dem Bundesstaat San Luis Potosí im Zentrum des Landes, wo der 37-jährige Mouriño ein Sicherheitsabkommen unterzeichnet hatte. Der Innenminister war innerhalb der Regierung für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität verantwortlich. Er leitete den Kampf gegen den Drogenhandel, in dem 36.000 Polizisten im ganzen Land eingesetzt sind. Unter den Toten ist auch ein Sicherheitsberater des Präsidenten.

In Mexiko kämpfen mehrere Kartelle um die Vormachtstellung im Rauschgifthandel mit den USA. Seit Jahresanfang wurden bei Auseinandersetzungen zwischen der Drogenmafia und den Sicherheitskräften sowie der Kartellen untereinander bereits rund 4000 Menschen getötet.

Präsident Felipe Calderón zeigte sich tief bestürzt. Er habe einen seiner engsten Mitarbeiter und einen seiner besten Freunde verloren. Seine Regierung werde dafür sorgen, dass die „Hintergründe dieser Tragödie“ aufgeklärt würden. Nach Angaben des Verkehrsministeriums sollen Experten der US-Flugsicherheitsbehörde FAA bei der Untersuchung der Unglücksursache helfen.

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