Dramatische Rettung

Herbststurm wirft Container auf ein besetztes Auto

| Lesedauer: 2 Minuten

Ein vom Sturm umgewehter Containerstapel hat in Hamburg-Grasbrook ein Auto samt Fahrer unter sich begraben. In einer dramatischen Rettungsaktion gelang es einem Arbeitskollegen, den 52-Jährigen mit seinem Gabelstapler aus dem völlig zerdrückten Mercedes zu befreien. Der Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Ein vom Sturm umgewehter Containerstapel hat am Montagmorgen an der Dessauer Straße in Hamburg-Grasbrook einen abgestellten Lastwagen und ein Auto samt Fahrer unter sich begraben. Ismet M. (52), ein Arbeiter vom Terminal, wurde durch das schnelle Eingreifen seiner Kollegen gerettet. „Ich war gerade dabei, einen LKW zu entladen“, sagt Gabelstaplerfahrer Jimmi Khan (40). „Da hörte ich ein unglaublich lautes Krachen. Als ich mich dann umdrehte, sah ich, was geschehen ist. Ich habe keine Minute gezögert und die Palette, die ich auf der Schaufel hatte, abgestellt. Dann bin ich schnell zur Unglücksstelle.“


Mehrmals musste er mit seinem Gabelstapler ansetzen, weil der Container, der auf dem Mercedes lag, zu schwer war. „Ich hatte wahnsinnige Angst, dass ich abrutsche und der Container meinen Kollegen tötet, wenn er erneut aufs Auto fällt“, sagt Khan. „Mein Gabelstapler quietschte, weil so viel Last darauf war. Ich habe dann gar nicht lange hin und her versucht, sondern den Container an einer Ecke ein paar Zentimeter angehoben. Dann konnte ich die verbeulte Tür aufreißen und meinen Kollegen rausziehen.“ Der Autofahrer kam ins Krankenhaus. Er ist schwer verletzt, wird aber überleben.

Der Sturm, der die Container ins Wanken gebracht hatte, war mit Windgeschwindigkeiten, die in Böen 90 bis 100 Stundenkilometer erreichten, über Hamburg hinweg gefegt. Er knickte einige Bäume um und wehte Äste auf die Straßen. Weitere größere Schäden gab es dabei nicht. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu insgesamt zehn windbedingten Einsätzen aus.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll es auch in der Nacht zu Dienstag wieder kräftig wehen. „Ein richtiger Herbststurm ist aber noch nicht in Sicht“, betonte ein Meteorologe. So ein Sturm komme in Hamburg und Schleswig-Holstein aus Nordwest und nicht wie die derzeitigen Sturmböen aus südwestlicher Richtung.

( zv )

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