Bei dem Busunglück mit 20 Toten auf der Autobahn 2 bei Hannover ist auch ein 13-jähriges Mädchen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei begleitete das Kind vermutlich seine Eltern bei der Kaffeefahrt ins Münsterland. Ob das Mädchen Geschwister hat, sei nicht bekannt.
Mittlerweile habe man eine vollständige Liste der Namen der 20 Todesopfer erstellen können, sagte ein Polizeisprecher. „Wir haben 20 Namen und 20 Verstorbene, wir können Sie aber noch nicht eindeutig zuordnen“, sagte der Polizeisprecher. Die weiteren Opfer seien zwischen 43 und 80 Jahre alt. Laut dem Sprecher basiert die Liste auf Vermisstenanzeigen sowie Aussagen von Zeugen und des Reiseveranstalters.
Die Toten wurden mittlerweile aus dem ausgebrannten Buswrack geborgen und in die Medizinische Hochschule Hannover gebracht. Dort sollen sie obduziert werden und mit letzter Sicherheit den Namen auf der Liste zugeordnet werden. Die Identifikation kann laut Polizei noch Tage dauern, weil die Toten bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind. Die verbrannten Toten wurden bislang nur zum Teil identifiziert. Die Identifizierungen dauerten noch einige Tage, sagte der Polizeisprecher.
Das ausgebrannte Buswrack wird derzeit auf einem Polizeigelände in Hannover von Brandexperten aus ganz Deutschland untersucht. Bei der Untersuchung des Unglücks wird die Polizei von Brandexperten des TÜV unterstützt. Nach seinen Angaben kamen dazu vier Brandsachverständige aus Norddeutschland nach Hannover.
Die Ursache des verheerenden Feuers ist nach Polizeiangaben weiterhin unklar. Fest stehe lediglich, dass der Brand wahrscheinlich im Toilettenbereich des Busses entstanden sei, sagte ein Polizeisprecher. Das Feuer können durch Rauchen auf der Toilette, einen technischen Defekt oder auch durch eine andere unbekannte Ursache entstanden sein.
Die Polizei wollte im Laufe des Tages zum Alter der Opfer weitere Angaben machen. Am Abend ist nach Angaben der Stadt Hannover ein ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an die Toten geplant. Vier Verletzte schwebten noch in Lebensgefahr.
Der Sprecher korrigierte Angaben auf der Polizeipressekonferenz, wonach der Bus kurz vor Hannover noch eine Rast einlegte. Die letzte Rast habe in Gütersloh stattgefunden.
Die Angehörigen der identifizierten Toten konnten bereits mit Hilfe der Passagierlisten des Busunternehmens von der Katastrophe benachrichtigt werden. Die Polizei hat für sie die Telefonnummer 0800-7313131 geschaltet.




