Eine Pizzawerbung mit dem Bild Adolf Hitlers ist in Neuseeland auf Protest gestoßen. Auf den großen Wandplakaten war der Diktator mit einem Stück Pizza in der Hand beim Hitlergruß zu sehen. In einem Wortspiel mit dem Namen der Pizzakette – Hell („Hölle“) – stand darunter: „Man kann Leute davon überzeugen, dass der Himmel die Hölle ist.“ Die Pizzakette zog die Plakate nach Beschwerden zurück, berichtete die die Zeitung „The Press“.
„Wir hatten gedacht, die Leute könnten die komische Seite an einem Typen sehen, der ’Sieg Heil!’ mit einer Pizza in der Hand macht“, verteidigte Werbemann Kirk MacGibbon von der verantwortlichen Werbeagentur seine Idee. „Aber über einige Dinge können wir wohl immer noch nicht lachen“, fügte MacGibbon hinzu. Mit zahmer Werbung errege man eben keine Aufmerksamkeit. Er sagte, es habe eine „Handvoll“ Beschwerden von Neuseeländern jüdischer Herkunft gegeben. Die Werbeagentur will auffallen um jeden Preis. Die neue Kampagne zeigt jetzt Papst Benedikt XVI., der sagt: „Die Hölle ist wirklich und ewig.“
Werbung dieser Art ist kein Einzelfall
Schon im vergangenen Jahr hatte „Hell-Pizza“ mit Reklame für Aufruhr gesorgt, weil sie sieben Pizzasorten nach den sieben Todsünden benannte und für die „Lust“-Pizza mit Kondomen in Postwurfsendungen warb. „Das war die umstrittenste Werbekampagne, die wir je gemacht haben“, sagt MacGibbon stolz.
Ein nach Hitler benanntes Restaurant in der indischen Stadt Bombay hatte bereits seinen Namen ändern müssen. Die Besitzer beugten sich damals dem massiven Protest der jüdischen Gemeinde.
afp/dpa/jn





