Die Entscheidung ist gefallen: Union Berlin hat einen neuen – und altbekannten – Kapitän. Christopher Trimmel wird den Fußball-Bundesligisten aus Köpenick auch in der kommenden Saison anführen, wie der Champions-League-Teilnehmer kurz vor Anpfiff des Testspiels gegen Atalanta Bergamo am Sonnabend bekannt gab.

„Wieso soll ich etwas ändern, das gut funktioniert“, erklärte Trainer Urs Fischer seine Entscheidung. Trimmel geht in seine zehnte Saison, kein Profi stand in der jüngeren Vergangenheit länger bei Union unter Vertrag. 2018 hatte der 36-Jährige die Kapitänsbinde von Felix Kroos übernommen, entwickelte sich seitdem konstant weiter und schaffte sogar noch einmal den Sprung in die österreichische Nationalmannschaft.

Trimmel darf auf die Champions League mit Union Berlin hoffen

Bei Union hat sich Trimmel so schon den Rang einer Vereins-Ikone erarbeitet. Das war auch am Sonnabend zu hören, als der Rechtsverteidiger bei der Mannschaftsvorstellung vor Anpfiff auf den Rasen gerufen wurde. Das obligatorische „Fußballgott“, das sie in Köpenick jedem Spieler anheften, war ein bisschen lauter als beim Rest, der Applaus ein bisschen donnernder.

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Netter Nebeneffekt seines Amtes: Trimmel wird so wohl in jedem Fall sein Debüt in der Champions League geben. Hätte er die Binde verloren, wäre das auch von Trainer Urs Fischer ein deutliches Signal für Josip Juranovic (27) auf der rechten Abwehrseite gewesen. So aber wird der Konkurrenzkampf noch einmal angeheizt – und Trimmel hat seinen Platz im Königsklassen-Kader sicher.

Union Berlin mit Saisonstart im DFB-Pokal

Sollte der Österreicher dann – auch wegen der Dreifachbelastung aus Liga, Pokal und Champions League – doch auf der Bank sitzen, wird Rani Khedira (29) die Kapitänsrolle übernehmen. Weil Trimmel beim 4:1 (3:1)-Erfolg gegen Bergamo am Sonnabend in der ersten Hälfte auf der Bank saß, stand Khedira auch gleich in der Verantwortung.

Die Tore für die Köpenicker erzielten Aissa Laidouni (8. Minute), Kevin Berhens (25.) und David Fofana (28./51.). Für die Gäste aus Italien hatte Mario Pasalic das zwischenzeitliche 3:1 (33.) gemacht. „Das war wirklich sehr effizient“, bilanzierte Trainer Fischer. „Wie wir die Tore erzielt haben, das war schon gut.“

Weiter geht es für Union nun am kommenden Wochenende in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten FC-Astoria Walldorf (Sonntag, 18 Uhr).