Urs Fischer, der Trainer von Union Berlin, nahm auch nach dem ersten Test seiner Mannschaft im Rahmen der Saison-Vorbereitung kein Blatt vor den Mund. „Die zweite Halbzeit war zu wild, da hatten wir keine Ruhe und waren zu unpräzise“, sagte der Schweizer. Insgesamt war Fischer dennoch zufrieden mit dem ersten Auftritt: „In der ersten Halbzeit waren wir kontrolliert, vielleicht ein, zwei Tore zu wenig.“
Mit 2:0 (2:0) gewann der Berliner Fußball-Bundesligist beim FSV Luckenwalde. Jordan Siebatcheu (3.) und Janik Haberer (6.) trafen vor der Pause. Siebatcheu hätte erhöhen können, nach dem Seitenwechsel hatten Rani Khedira oder Milos Pantovic gute Chancen.
Union Berlin mit Kaufmann und Kral
Fischer ließ mit Angreifer Mikkel Kaufmann (neben Siebatcheu) sowie Alex Kral im Mittelfeld auch zwei Zugänge auflaufen. Im neuen grün-goldenen Ausweichtrikot konnte das Duo jedoch nur in Ansätzen zeigen, dass sie eine Verstärkung für den Champions-League-Teilnehmer sein könnten. „Die Jungs zeigen sich, versuchen was. Wir haben am Morgen noch anstrengend trainier, da hat man schon gespürt, dass Frische gefehlt hat“, sagte Fischer.
Zudem gab mit Oluwaseun Ogbemudia ein erst 16 Jahre alter Innenverteidiger sein Debüt bei den Profis. Der U19-Bundesligaspieler der Köpenicker zeigte sich durchaus mutig, musste jedoch bereits in der 42. Minute angeschlagen vom Feld. Paul Jaeckel ersetzte ihn. „Wir wollten uns ein Bild von ihm machen. Ich glaube, er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen, er hat das ganz cool gespielt, war in den Zweikämpfen oder auch in der Spieleröffnung ruhig am Ball“, lobte der Union-Coach.
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Zur zweiten Halbzeit wechselte Fischer sein Team komplett durch. So ersetzte zum Beispiel Yannic Stein im Tor den Dänen Jakob Busk, der sich vor 3044 Zuschauern im Werner-Seelenbinder-Stadion von Luckenwalde die eine oder andere Unsicherheit erlaubte.
Am Sonnabend wartet auf Union Berlin schon der nächste Test beim ungarischen Erstligisten und Pokalsieger Zalaegerszegi TE FC.



