Auswärtssieg

2:1 in Bremen – Union ist für das Derby gerüstet

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Kevin Behrens, Stürmer von Union Berlin, feiert seinen Treffer gegen Werder Bremen.

Kevin Behrens, Stürmer von Union Berlin, feiert seinen Treffer gegen Werder Bremen.

Foto: nordphoto GmbH / Teresa Kroeger / picture alliance / nordphoto GmbH / Kröger

Union gewinnt zum Hinrundenabschluss in Bremen und geht als Tabellenzweiter ins Derby bei Hertha BSC.

Berlin.  Union Berlin ist bereit für das Derby am Sonnabend bei Hertha BSC. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer gewann zum Abschluss der Hinrunde mit 2:1 (1:1) bei Werder Bremen und geht als Tabellenzweiter ins Hauptstadtduell. „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, die zweite Halbzeit war nicht zum Anschauen“, sagte Rani Khedira.

Fischer hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 3:1 gegen Hoffenheim am Sonnabend auf drei Positionen verändert. Diogo Leite ersetzte wie erwartet Paul Jaeckel in der Innenverteidigung, Kevin Behrens spielte für Jordan Siebatcheu im Angriff. Außerdem gab Josip Juranovic sein Debüt für die Berliner auf der rechten Abwehrseite. Kapitän Christopher Trimmel musste für ihn auf die Bank.

Juranovic soll auch mit Blick auf das Europa-League-Duell gegen Ajax Amsterdam (16. und 23. Februar) so schnell wie möglich an die Mannschaft herangeführt werden, da Trimmel im Hinspiel in Amsterdam Gelb-gesperrt ist. In Bremen zeigte der kroatische Nationalspieler bereits, welche Verstärkung er für Union sein kann. Kompromisslos im Zweikampf, mit Vorwärtsdrang, aber auch mit Schnelligkeit, wenn es wieder nach hinten gehen muss.

Juranovic debütiert bei Union Berlin

Es waren drei personelle Umstellungen, die an der Weser ihre Wirkung nicht verfehlten sollten. Behrens versetzte Werder gleich mit seiner ersten Aktion gegen Torwart Jiri Pavlenka und dessen verunglücktes Dribbling in Schrecken (6.) – knapp vorbei. Khedira: „Kevin ist dafür bekannt, dass er sehr, sehr aggressiv gegen den Mann ist.“

Nach dem Rückstand durch Amos Pieper, der einen Freistoß von Marvin Ducksch per Kopfballwischer ins Union-Tor verlängerte (14.), war es erneut Behrens, der einen Pieper-Rückpass erlief. Nach dem Klärungsversuch durch Pavlenka sprang der Ball Janik Haberer vor die Füße, der den Ball nur noch zum Ausgleich ins leere Bremer Tor zu schieben brauchte (18.).

Doch Union ließ Werder in der Folgezeit zu häufig gewähren, um den eigenen Favoritenstatus auf dem Rasen untermauern zu können. Glück für Union-Torwart Frederik Rönnow, dass Leonardo Bittencourt in der 21. Minute noch im allerletzten Moment von Niko Gießelmann gestört wurde, der Ball klatschte nur an den Pfosten. Zuvor hatte Nationalspieler Niclas Füllkrug die halbe Union-Verteidigung genarrt.

Behrens lässt Union Berlin jubeln

Es war wieder Behrens, der für den nächsten Union-Jubel sorgte. Wieder war er gegen den zu sorglosen Pavlenka zur Stelle, dessen Befreiungsschlag vom Union-Angreifer gestoppt und danach von Sheraldo Becker zur vermeintlichen Führung genutzt wurde. Doch Schiedsrichter Bastian Dankert hatte bei der Ball-Eroberung durch Behrens, der das Spielgerät vom Bremer Torwart an den Arm geschossen bekam, auf strafwürdiges weil absichtliches Handspiel entschieden (42.). Kurz vor der Pause klärte auf der Gegenseite Unions Abwehrchef Robin Knoche einen Schuss des Bremers Niklas Schmidt (45.+2).

Nicht mal eine Minute war nach dem Seitenwechsel gespielt, als Fischers „Neue“ in der Startelf wieder ihre Aufstellung rechtfertigten. Ecke Juranovic, artistischer Kopfball Behrens, 2:1 für Union (46.). Wie schon zum Jahresauftakt gegen Hoffenheim hatte Union Berlin die Partie gedreht, der zehnte Saisonsieg war jedoch längst noch nicht gesichert.

Auch Roussillon erstmals für Union Berlin im Einsatz

Rönnow musste gegen Füllkrug klären (53.), der die Bremer bei ihrer Aufholjagd anführte. Und Fischer musste seine Mannschaft von der Außenlinie zur Ordnung rufen. „Ruhig. Und nicht so tief“, rief der Union-Trainer nach einer Stunde.

Es entwickelte sich eine Partie, die eigentlich wie für Union gemacht war: Werder musste den Druck erhöhen, und Union konnte die Räume für schnelle Gegenstöße nutzen. Bei einem erwischte Behrens den Ball nach Vorlage von Becker nicht richtig, Mitchell Weiser konnte für Bremen klären (65.). In der Schlussphase gab auch Jerome Roussillon sein Union-Debüt. Der Erfolg geriet jedoch nicht mehr in Gefahr.

„Ich bin super happy, das wir hier gewonnen haben. Es hätte sogar noch ein Tor mehr sein können“, sagte der gebürtige Bremer Behrens: „Ich habe hier viele Freunde und meine Familie, ich bin happy.“

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