SC Braga, Malmö FF und Royale Union Saint-Gilloise heißen die Gegner von Union Berlin in der Gruppenphase der Europa League. Das ergab die Auslosung am Freitag in Istanbul. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer startet demnach in der Gruppe D.

Damit trifft Union Berlin zwar nicht auf Hochkaräter wie Manchester United, Conference-League-Sieger AS Rom oder den FC Arsenal. Doch mit dem Pokalsieger von 2021 und Liga-Vierten der vergangenen Saison aus Portugal, dem schwedischen Meister und Belgiens Vizemeister bekamen die Köpenicker von der Eintracht-Frankfurt-Legende Karl-Heinz Körbel sowie Ungarns ehemaligem Nationalspieler Zoltan Gera Traumlose zugelost – weil sie zum Träumen anregen, in Europa überwintern zu können.

Union Berlin will in der Europa League überwintern

„Das muss schon auch Ziel sein, international zu überwintern, ob als einer der beiden Gruppenbesten in der Europa League oder als Gruppendritter in der Conference League“, hatte Christopher Trimmel, Kapitän von Union Berlin, bereits vor Saisonstart ausgegeben. Dieses Ziel erscheint nun durchaus erreichbar.

Das findet auch Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball: „Die Gruppe D ist auf den ersten Blick sehr interessant und abwechslungsreich, es ist aber durchaus auch eine schwere Gruppe. Dennoch besteht für uns die Chance, in der Europa League zu überwintern. Wir werden jedes Spiel genießen und freuen uns auf die anderen Vereine.“

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Für Trimmel ist es „eine gute Gruppe, weil die Reiseziele Belgien, Portugal und Schweden sehr schön sind. Malmö ist aufgrund der Fanfreundschaft ebenfalls für alle im Verein interessant.” Und Diogo Leite, Innenverteidiger von Union Berlin, freut sich über das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. „Das ist ein tolles Match für mich, etwas ganz besonders“, sagte der Portugiese, der in der vergangenen Saison vom FC Porto an Braga ausgeliehen war.

Union Berlin hat sich direkt für die Gruppenphase qualifiziert

Union Berlin zählt zu jenen zwölf Mannschaften, die sich direkt für die Gruppenphase qualifiziert haben. Hinzu kommen die zehn Sieger aus dem Play-off zur Europa League sowie zehn Mannschaften, die in der Qualifikation für die Champions League gescheitert sind – macht insgesamt 32 Teams, die auf acht Gruppen zu je vier Mannschaften verteilt werden.

Grundlage für die Verteilung der Mannschaften auf die vier Lostöpfe ist die Klub-Koeffizientenliste der Uefa. Danach folgend verteilen sich die Teilnehmer entsprechend auf die vier Lostöpfe.

Union Berlin lag in Lostopf 3

Topf 1: Manchester United, AS Rom, FC Arsenal, Lazio Rom, SC Braga, Roter Stern Belgrad, Dynamo Kiew, Olympiakos Piräus.

Topf 2: Feyenoord Rotterdam, Stade Rennes, PSV Eindhoven, AS Monaco, Real Sociedad San Sebastian, Qarabag FK, Malmö FF, Ludogorets Rasgrad.

Topf 3: Sheriff Tiraspol, Betis Sevilla, FK Midtjylland, FK Bodö/Glimt, Ferencvaros Budapest, Union Berlin, SC Freiburg, Fenerbahce Istanbul.

Topf 4: FC Nantes, HJK Helsinki, Sturm Graz, AEK Larnaca, Omonia Nikosia, FC Zürich, Royale Union Saint-Gilloise, Trabzonspor.

Union Berlin startet am 8. September in die Europa League

Gespielt wird donnerstags, die Anstoßzeiten sind 18.45 Uhr und 21 Uhr. Erster Spieltag ist der 8. September. Die weiteren Termine sind 15. September, 6. Oktober, 13. Oktober, 27. Oktober und 3. November. Die jeweils acht Gruppensieger qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale (9. und 16 März 2023).

Die acht Gruppenzweiten ermitteln im Play-off (16. und 23. Februar 2023) gegen die acht Gruppendritten aus der Champions League weitere acht Achtelfinalisten. Nach dem Achtelfinale geht es mit Viertelfinale (13. und 20. April 2023) und Halbfinale (11. und 18. Mai 2023) weiter. Das Endspiel findet am 31. Mai 2023 in der Puskas Arena von Budapest statt.

Union Berlin darf seine Heimspiele in der Alten Försterei austragen

Union hatte sich als Tabellenfünfter der vergangenen Bundesliga-Saison für die Europa League qualifiziert. Für die Köpenicker ist es nach der Teilnahme am Europa-League-Vorgänger Uefa-Pokal 2001/02 und in der Europa Conference League 2021/22 der dritte Auftritt auf der internationalen Fußball-Bühne. Erstmals jedoch kann Union Berlin seine europäischen Heimspiele in der eigenen Alten Försterei austragen.

Nach einem Beschluss des europäischen Fußballverbandes Uefa zählt neben England und Frankreich auch Deutschland zu jenen Ländern, in denen ein Pilotprojekt durchgeführt wird, das in den Stadien auch wieder Stehplätze erlaubt. Unions Heimspielstätte hat bei einer Kapazität von 22.012 Plätzen lediglich 3617 Sitzplätze und ist daher für internationale Spiele eigentlich nicht zugelassen.