Kommentar

Union sorgt für mächtig Unruhe

Union sorgt mit dem Auftritt in Gladbach und auf dem Transfermarkt für Aufsehen. Und das ist auch gut so, meint Michael Färber.

Berlin. Geschichte wiederholt sich also doch für Union Berlin. Nach einer enttäuschenden Heimniederlage folgt ein Punktgewinn in der Fremde. Wobei mit dem Remis in Mönchengladbach sicher noch weniger zu rechnen war als mit der Pleite gegen Augsburg. Wenn nach zwei Spieltagen dieser Saison jedoch etwas festzuhalten ist, dann dies: Union sorgt für mächtig Unruhe. Und das ist auch gut so.

Da sind die 90 Minuten in Gladbach, in denen die Köpenicker gezeigt haben, wie unbequem sie sein können. Mehr noch, welche Wirkung ihre offensiven Vorstöße haben können. Auch wenn der neue Leih-Stürmer Taiwo Awoniyi nur eine Halbzeit gespielt hat – sie hat gereicht, um zu zeigen, welche Wucht der Nigerianer entwickeln kann. Dies wird noch in so mancher Defensivformation des Gegners für viel Unruhe sorgen.

Union Berlin lässt die Konkurrenz staunen

Wer Taiwo Awoniyi sagt, der muss auch Loris Karius sagen. Dass Union den Stürmer vom FC Liverpool in die Wuhlheide lockt, hat schon für ein wenig Aufsehen gesorgt. Dass nun mit Loris Karius der nächste Spieler der „Reds“ bei Union andocken soll, wird die Konkurrenz erst recht alles andere als teilnahmslos registrieren. Spätestens jetzt dürfte jedem klar sein: Union will nicht nur den Klassenerhalt wiederholen, sondern auch einen großen Schritt in Richtung Etablierung im Oberhaus machen.

Schließlich wird – sollte der Transfer abgeschlossen werden – die Personalie Karius im Kader von Trainer Urs Fischer für Unruhe sorgen. Schließlich wurde Andreas Luthe aus Augsburg als Nachfolger des nach Augsburg abgewanderten Rafal Gikiewicz geholt – und damit als neue Nummer eins.

Union Berlin muss Reservisten bei Laune halten

Doch was im Alltag gilt, gilt in der Unterhaltungsbranche Profifußball erst recht: Das Bessere ist des guten Feind. Wer der Bessere für das Union-Tor sein wird, Luthe oder Karius, das wird dann der Konkurrenzkampf zeigen, auf den sich Trainer Fischer freuen dürfte. Union kann er nur guttun.

Dass Union-Manager Oliver Ruhnert angekündigt hat, auch im Angriff noch einmal nachlegen zu wollen, setzt dem Ganzen die Krone auf. Bleibt nur zu hoffen, dass Union sich nicht zu viel Unruhe in die Mannschaft holt. Denn ein großer Kader bedeutet auch immer, die Reservisten bei Laune zu halten. Und wie die vergangene Saison gezeigt hat, gelingt das auch Union nicht immer.

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