Urs Fischer ist ungeduldig. Die immer gleichen Fragen, die immer gleichen vagen Antworten. Der Trainer des 1. FC Union will mit seiner Mannschaft endlich Fakten schaffen, wenn am Sonnabend das erste Pflichtspiel der neuen Saison ansteht. In der ersten Runde des DFB-Pokals geht es für den Fußball-Bundesligisten zum Karlsruher SC (18.30 Uhr, Sky).
„Wir haben sieben Wochen lang trainiert, um bereit zu sein für diese erste Aufgabe“, sagte Fischer am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Pokalauftritt. Aber: „Es ist das erste Pflichtspiel, da weiß man einfach nicht, wo man steht.“ Die Pokalpartie wird zum Spiel der Wahrheit.
Die Reise nach Baden-Württemberg müssen die Köpenicker ohne Zugang Keita Endo (Oberschenkelverletzung) und Stürmer Anthony Ujah antreten (Knie-OP). Und auch Max Kruse, der in der Vorbereitung kein Testspiel für Union bestritten hatte, wird nicht sein Debüt geben können. „Max ist nach wie vor im Aufbau, aber es wird für das Pokalspiel nicht reichen“, erklärte Fischer.
Union Berlins Andrich bei Freiburg auf dem Wunschzettel
Robert Andrich, der jüngst das Interesse vom SC Freiburg geweckt hat, hat seine Muskelverletzung derweil auskuriert und konnte wieder mit der Mannschaft trainieren. „Es ist soweit gut gegangen“, bilanzierte Fischer. Allerdings soll das Abschlusstraining am Freitag erst Aufschluss darüber geben, ob Mittelfeldmann Andrich eine Option für das KSC-Spiel ist.
Wie es Fischers Art eben so ist, lässt sich der Schweizer nicht in die Karten gucken. Weder was die Aufstellung angeht, noch zu seinen taktischen Überlegungen. Allein aus der geforderten Mentalität macht Fischer kein Geheimnis. „Wir müssen überzeugt sein, dass wir diese Aufgabe lösen kann“, sagte der 54-Jährige. „Und davon gehe ich aus.“


