Kommentar

Der Sieg in Verl hat gezeigt: Union ist intakt

Mit dem Sprung ins Pokal-Viertelfinale zeigt Union eine Stärke, die für die restliche Saison enorm wichtig ist, meint Michael Färber.

Union feiert den Sieg in Verl mit den Fans.

Union feiert den Sieg in Verl mit den Fans.

Foto: Bongarts/Getty Images/Jörg Krauthöfer

Der 1. FC Union steht nach knapp 20 Jahren wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals. Dank des Bundesliga-Aufsteigers lebt der Traum weiter, dass Berlin endlich mal wieder mit einem Klub im Finale im Olympiastadion vertreten sein kann.

Ja, dieses 1:0 gegen den drei Klassen tiefer spielenden SC Verl war ein sehr hartes Stück Arbeit. Mit Blick auf die grenzwertigen Platzverhältnisse galt für die Köpenicker ohnehin nur: irgendwie weiterkommen. Das hat die Mannschaft von Trainer Urs Fischer geschafft.

Die wichtigste Erkenntnis dieses Achtelfinales ist jedoch: Union ist intakt. Das mag angesichts der vergangenen Wochen und Monate, in denen sich die Profis unter Coach Fischer stets als Einheit präsentiert haben, zunächst nicht wirklich überraschen.

Union Berlin muss sich an sich selbst messen lassen

Für den Bundesliga-Aufsteiger war die Rückrunde jedoch vor allem von der mentalen Seite her bislang viel anstrengender als die Hinrunde. Zu Saisonbeginn hat gerade in den ersten Spielen kaum jemand etwas von Union erwartet. Das galt sowohl für die Ergebnisse als auch für die Auftritte des Erstliga-Debütanten.

Doch Unions gute Leistungen haben Erwartungen geschürt, nicht zuletzt bei der Mannschaft selbst. Wie schwer es ist, diese zu erfüllen, hat Union vor allem in Dortmund erfahren müssen. Beim 0:5 gegen den Titelanwärter waren die Köpenicker angetreten, sich wenigstens achtbar aus der Affäre zu ziehen, wenn schon verloren wird. Das ist misslungen.

Union Berlin lässt die Fans vom Heimspiel träumen

Umso wichtiger ist nun das Weiterkommen im Pokal in Verl gewesen. Weil Union wieder bis zuletzt alles dafür getan hat, erhobenen Hauptes vom Platz gehen zu können. Weil die Spieler gezeigt haben, dass die Klatsche in Dortmund offenbar nicht die zu befürchtenden großen Spuren hinterlassen hat. Das macht auch Mut für das schwere Bundesliga-Spiel am Sonnabend in Bremen.

Und weil die Fans in dieser Saison weiter darauf hoffen können, am Sonntag ein Heimspiel zugelost zu bekommen. Es wäre das erste im DFB-Pokal seit Anfang Dezember 2013 (0:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern).

Mehr über Union Berlin lesen Sie hier.