Irgendwann musste es ja wieder einmal passieren. Irgendwann musste Union Berlin mal wieder zu Hause verlieren. Das liegt in der Natur der Sache: Union ist Aufsteiger in die Bundesliga, Hoffenheim eine über Jahre etablierte Mannschaft im Fußball-Oberhaus.

Es gibt nun mal im Verlauf einer Saison solche Spiele, in denen viel Aufwand betrieben wird, für den es aber keinen Ertrag gibt. Der 1. FC Union wird dies akzeptieren müssen, und so wie man die Mannschaft und Trainer Urs Fischer in den vergangenen Wochen und Monaten erlebt hat, wird der Verein das auch.

Dennoch sollte es solche Spiele nicht allzu oft geben. Denn solche Niederlagen sind – abgesehen von den verlorenen Punkten – noch aus einem anderen Grund gefährlich.

Union Berlin muss die Schwäche des Gegners nutzen

Union hat den Gegner, wenn auch nicht spielerisch überzeugend, über weite Strecken im Griff gehabt. Nach einer solchen Partie dennoch als Verlierer vom Platz zu gehen, baut den Gegner wieder auf. Erst recht, wenn er so eine Durststrecke hinter sich hat wie die Hoffenheimer.

Ihnen die Punkte überlassen zu haben, obwohl sie nicht die bessere Mannschaft gewesen sind, bringt den Hoffenheimern den Glauben an sich selbst zurück. Und gibt dem eigenen guten Gefühl einen kleinen Dämpfer. Zumal Union die Chance verspielt hat, in der Tabelle eine weitere Mannschaft hinter sich zu bringen.

Am Sonntag geht es zum Jahresabschluss zu Fortuna Düsseldorf. Und die Rheinländer haben eine noch größere Negativserie hinter sich. Zuletzt drei Niederlagen in Folge bei 0:11 Toren, nur zwei Punkte aus den vergangenen sechs Spielen, Abstiegszone – es wäre fatal, sollte Union Berlin auch in Düsseldorf die Rolle des Aufbaugegners übernehmen.