RELEGATIONS-LIVETICKER

Relegation: 1. FC Union holt starkes 2:2 beim VfB Stuttgart

Union braucht nur 87 Sekunden um die Stuttgarter Führung auszugleichen. Nach der Pause trifft Mario Gomez für den VfB

Viel Einsatz beim Relegationsspiel: Michael Parensen vom 1. FC Union (l.), im Duell mit dem Stuttgarter Anastasios Donis.

Viel Einsatz beim Relegationsspiel: Michael Parensen vom 1. FC Union (l.), im Duell mit dem Stuttgarter Anastasios Donis.

Foto: Foto: Alex Grimm / Bongarts/Getty

Berlin/Stuttgart.  N’Abend in die Runde, der 1. FC Union steht vor den beiden wichtigsten Partien seiner jüngeren Vereinsgeschichte. Im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in den Fußball-Bundesliga spielt der 1. FC Union, Dritter der Zweiten Liga, beim VfB Stuttgart, den Drittletzten aus dem Oberhaus. Viel Spaß mit dem Morgenpost-Liveticker.

Urs FIscher (Trainer 1. FC Union): „Die Mannschaft hat das toll gemacht. Andersson hat ein sehr gutes Spiel gemacht, er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und hatte dann Pech, dass Torwart Zieler zweimal sehr gut gehalten hat. Ich finde die Gelbe-Karten-Regelung auch komisch. Aber sie ist so, damit müssen wir klarkommen. Unser Ziel ist es, zu gewinnen.“

Nico Willig (Trainer VfB Stuttgart): „Das haben wir uns anders vorgestellt. Wir haben nix gewonnen, aber auch nix verloren. Das wird ein packendes Finale am Montag. Union hat es gut gespielt, die sind schwer zu verteidigen für uns. Wir werden uns schütteln - dann gewinnen wir am Montag.“

Christopher Trimmel (1. FC Union): „Wir haben schon sehr oft bewiesen, dass wir gut spielen können. Wir haben alles reingeschmissen und ein sehr gutes Resultat erzielt. Wir haben ein Heimspiel, das Stadion wird beben. Wir werden unser bestes geben. Auch wenn ich nicht dabei bin: Wir haben einen guten Kader, dann kommt halt der Nächste rein.“

Christian Gentner (VfB Stuttgart): „Das ist kein Traumergebnis, aber wir sind auch noch nicht abgestiegen. Am Montag geht es wieder bei Null los. Die Gegentore fielen nach hohen Bälle, da hat es Braunschweig, nee, das war Union, drauf angelegt. Aber wir sind noch im Spiel.“

Mario Gomez (VfB Stuttgart): „Das 2:2 ist zuwenig. Wir haben uns mehr vorgestellt. Wenn wir in Berlin gewinnen, sind wir durch. Union war bei Kopfbällen sehr stark, das müssen wir verbessern. Mir gefällt die Stimmung im Stadion nicht. Wir haben noch eine zweite Chance zu gewinnen, das machen wir in Berlin.“

Jubel beim Public Viewing an der Alten Försterei: Gewonnen haben die Eisernen in Stuttgart nicht, aber die Union-Fans in Berlin feiern trotzdem ihre Mannschaft in Stuttgart nach dem Abpfiff.

Abpfiff, Union holt ein starkes 2:2 beim VfB Stuttgart im Hinspiel der Relegation. Das Rückspiel wird am Montag, 20.30 Uhr, im Stadion an der Alten Forsterei angepfiffen.

90.+3’: Andersson erneut mit einem kreuzgefährlichen Kopfball, VfB-Torwart Zieler klärt mit den Fingerspitzen zur Ecke.

90.’: vier Minuten Nachspielzeit.

86.’: Gelbe Karte für Kroos, der damit ebenfalls im Rückspiel am Montag gesperrt ist.

84.’: Dritter und letzter Wechsel bei Union: Felix Kroos kommt für den angeschlagenen Schmiedebach.

82.’: Zweiter Wechsel beim VfB: Der Ex-Herthaner Alexander Esswein ersetzt Gonzales.

80.’: Zweiter Wechsel bei Union: Gogia kommt für Torschütze Abdullahi.

79.’: Bärenstarker 22-m-Schuss von Andersson, VfB-Torwart Zieler sorgt mit einer Glanzparade dafür, dass der Bundesligist nicht in Rückstand gerät.

78.’: Stuttgarts Gonzales köpft, kein Problem für Union-Torwart Gikiewwicz.

68.’: Beim Public Viewing an der Alten Försterein schreien sich die Fans der Eisernen beim erneuten Ausgleich die Kehle aus dem Halse. Auf den Rängen herrscht Feierstimmung, dem einen oder anderen ist das Bier vor Freude aus der Hand geflogen.

2:2 für Union: Eckball von Trimmel, wuchtiger Kopfball unten links von Marvin Friedrich, Union gleicht zum zweiten Mal aus (68).

60.’: Erster Wechsel bei Union: Joshua Mees ersetzt Marcel Hartel.

59.’: Gelbe Karte für Union-Kapitän Christopher Trimmel. Der ist damit für das Relegations-Rückspiel am Montag gesperrt.

49.’: Beim Public Viewing in der Alten Försterei scheinen die Anhänger es geahnt zu haben: Schon zu Beginn der zweiten Halbzeit pfiffen die Union-Fans Mario Gomez aus. Und der eingewechselte Stürmer bringt tatsächlich den VfB in Führung.

2:1 für Stuttgart Und wer bringt den VfB in Führung? Natürlich Mario Gomez, der von der Mittellinie an loszieht, Unions Marvin Friedrich mit Defiziten in der Schnelligkeit, kann den Stürmer über 30 Meter nicht stoppen, als Friedrich dann grätscht, springt ihm der Ball ins Gesicht und verändert die Flugbahn - statt im rechten Eck, hoppelt der Ball links ins Tor, Torwart Gikiewicz kann so schnell nicht mehr reagieren (49.).

49.’: Die Stuttgarter suchen Gomez, der Ex-Nationalspieler verfehlte eine Flanke von der linken Seite nur um eine Stiefelspitze.

46.’: Union hat Anstoß, die zweite Hälfte läuft. Beim VfB Stuttgart ersetzt Mario Gomez den blassen Didavi.

45.’: Pause in Stuttgart.

45.’: Große Gefühle beim Public Viewing in der Alten Försterei: Nachdem sie die Hände bei Stuttgarts Tor vor Verzweiflung über dem Kopf zusammengeschlagen haben, ist die Freude der Fans bei Unions schnellem Ausgleich von Abdullahi umso größer. Ausgelassen wird gesungen: „Union Berlin“.

1:1 für Union. Direkt vom Anstoß, gewinnt Andersson vor dem Stuttgarter Strafraum das Kopfball-Duell, Abdullahi setzt sich gegen einen Verteidiger durch und schiebt den Ball aus elf Metern unten rechts ein (42.) - 87 Sekunden liegen zwischen dem Rückstand und der Antwort des 1. FC Union - das nennt man eine beeindruckende Antwort.

1:0 für Stuttgart, auf der rechten Seite setzt sich Donis gegen gleich drei Unioner durch, als letztes rutscht Innenverteidiger Marvin Friedrich ins Leere, Donis sprintet in den Strafraum und legt den Ball zurück, Christian Gentner schießt den Ball aus zwölf Metern ins Tor (41.)

40.’: Ein Stuttgarter Angriff, wie es schon einige gab: Mit Tempo über die Flügel, hier über die rechte Seite, eine hektische Flanke, aber die Unioner Innenverteidigung ist bisher nicht einmal wirklich in Gefahr gekommen.

33.’: Artistische Flugkopfball-Abwehr vom Unioner Ken Reichel im eigenen Strafraum, Gefahr gebannt.

27.’: Die nächste Torannäherung der Gäste: Erneut wird Andersson im Strafraum bedient, dessen zwölf-Meter-Schuss landet aber in den Armen von Torwart Zieler.

21.’: Riesenchance für Union: Auf der rechten Seite setzt sich Abdullahi gegen zwei Stuttgarter durch, in der Mitte spitzelt Stürmer Andersson den Ball Richtung VfB-Tor, Torwart Ron-Robert Zieler bekommt den Ball an die Schulter, von dort geht er übers Tor.

18.’: Union fehlt die Ruhe im Vorwärtsgang. Nach gewonnenen Zweikämpfen bleibt der Ball kaum mal über drei, vier Stationen in den eigenen Reihen. Deshalb bisher noch keine gefährliche Situation im VfB-Strafraum.

16.’: Freistoß für Stuttgart nach Foul von Zulj - etwa 30 Meter vor dem Berliner Tor. Doch der Ball landet beim ersten Verteidiger, keine Gefahr für Union.

12.’: Erneut dribbelt der Stuttgarter Gonzales, diesmal über die linke Angriffsseite, sein Aufsetzer aus 17 Metern holpert aber am Berliner Tor vorbei.

7.’: Erste Parade von Union-Torwart Rafal Gienkiewicz, der per Fußabwehr einen Schuss des Stuttgarter Nicolas Gonzalez pariert.

5.’: Der Einsatz ist hoch, der Beginn nervös. Bei jedem Zweikampf bleibt ein Spieler am Boden liegen, das wird ein anspruchsvoller Abend für Schiedsrichter Dankert.

4.’: Beim Public Viewing in der Alten Försterei schauen mehrere tausend Fans gebannt auf die vier Bildschirme, die im Stadion aufgebaut sind.

1.’ Spielminute: Stuttgart hat Anstoß, das Relegationshinspiel läuft.

20.28 Uhr Platzwahl ist vorbei, Union in dunkelblauen Auswärtstrikots, Stuttgart in weißen Trikots mit dem traditionellen roten Brustring und weißen Hosen.

20.20 Uhr Ulf Kirsten via Twitter: „Relegation 2019 - beide Vereine VfB Stuttgart und FC Union gehören für mich in die Bundesliga. Trotzdem kann ich nicht neutral in dieses Spiel gehen, die Nostalgie siegt. Auf geht’s #unveu , der Osten schaut auf euch! (#unveu steht für „Und niemals vergessen Eisern Union“)

20.15 Uhr Beim Public Viewing füllen sich die Tribünen der Alten Försterei an der Waldseite und der Gegengerade allmählich. Die Fans singen: „Union Berlin, dit is unser Ding!“

20.10 Uhr Urs Fischer, Trainer vom 1. FC Union, sagt am Mikrofon von Eurosport:

„Wir können uns nicht nur 90 Minuten hinten reinstellen. Wir müssen auch nach vorne spielen, für Entlastung sorgen … Es zählen die Europacup-Regeln. Wir wollen also versuchen, ein Tor zu schießen und schauen, dass der Abstand vor dem Rückspiel am Montag nicht zu groß wird.“

19.40 Uhr Die Vorfreude steigt. Für die Morgenpost vor Ort ist in Stuttgart der Kollege Michael Färber, beim Public Viewing in der Alten Försterei die Kollegin Charlene Rautenberg.

19.30 Uhr Die Aufstellungen sind da.

1. FC Union: Gikiewicz - Trimmel, Friedrich, Parensen, Reichel - Schmiedebach, Prömel - Zulj - Abdullahi, Andersson, Hartel. Bank: Moser; Kroos, Mees, Gogia, Rapp, Lenz, Polter.

VfB Stuttgart: Zieler - Pavard, Kabak, Kempf, Insua - Gentner, Castro - Akolo, Didavi, Gonzalez - Donis.

Heißt: Beim VfB sitzen die Ex-Nationalspieler Mario Gomez, Denis Aogo und Holger Badstuber genauso auf der Bank wie der Ex-Herthaner Alexander Esswein.

19.10 Uhr Auch, wenn es viel Kritik daran gibt: Das Relegations-Hinspiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Union wird live nur im Eurosport-Player im Internet gesendet. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern gibt es ab 23.15 Uhr eine ausführliche Zusammenfassung im ZDF.

19 Uhr Wer nicht mit nach Stuttgart gefahren ist - in der Alten Försterei bietet der 1. FC Union ein Public Viewing an.

18.50 Uhr O.k., zugegeben, auch die Hausherren vom VfB Stuttgart bringen auch einiges an Anhänger-Unterstützung auf die Straße.

18.45 Uhr So sehr der Stellenwert der Fußball-Stadt Berlin steigen würde, wenn Union der Aufstieg gelingt - es gibt bei den „Eisernen“ auch eine Reihe von Anhänger, die es ganz schön fänden, ginge es in der Zweiten Liga weiter.

18.30 Uhr Rund 4000 Fans des 1 FC Union haben sich auf die kurzfristig anberaumte Reise nach Stuttgart gemacht.

18.15 Uhr Der VfB Stuttgart ist mit 47 Millionen Euro für neues Personal und 20 Saison-Niederlagen sicher die Enttäuschung der Bundesliga-Saison. Nun macht der VfB in der Relegation auf Pathos:

18.10 Uhr Die Geschichte dazu: Um 3:52 Uhr hat der Partyzug - Rauchen im Disko-Wagen erlaubt - mit Union-Fans den Bahnhof Lichtenberg verlassen … am Mittag sind alle wohlbehalten in Stuttgart eingetroffen. Nach dem Abpfiff geht es um 23.18 Uhr aus Stuttgart-Untertürkheim zurück in Richtung Berlin. Avisierte Ankunft in Lichtenberg: Freitag, 8.15 Uhr.

18.05 Uhr Die Partie in der Mercedes-Benz-Arena wird geleitet von Schiedsrichter Bastian Dankert aus Rostock. Der Videoassistent im Keller in Köln ist Frank Willenborg aus Osnabrück.

18 Uhr Die Regularien zur Relegation sind bekannt: Der VfB Stuttgart und Union kämpfen um den letzten verbliebenen Platz in der Bundesliga. Der Verlierer der Relegation - das Rückspiel steigt am Montag in der Alten Försterei - spielt in der kommenden Saison in Liga zwei.