Fußball

Aufstieg? Union Berlin schaut nur auf Fürth

Trainer Urs Fischer will sich trotz der neuen Konstellation an der Tabellenspitze nur auf das Naheliegende konzentrieren.

Unions Florian Hübner (oben) ist angeschlagen

Unions Florian Hübner (oben) ist angeschlagen

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin. In diesen Tagen ist man rund um Köpenick geneigt, den Blick eher auf das große Ganze zu richten. Sich also nicht am Detail aufzuhalten. Die Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga bewegt sich langsam dem Ende entgegen, fünf Spieltage sind es noch. Und bei Platz drei, den der 1.FC Union gerade einnimmt, sind die Gedanken an den möglichen Aufstieg allgegenwärtig. Zumal die Berliner nicht nur die Relegation vor Augen haben, sondern sogar mit Platz zwei kokettieren können.

Nach vier Spielen ohne Sieg ist Union gefordert

„Wenn man das so anschaut, ist das korrekt“, sagt Trainer Urs Fischer bezüglich des zweiten Ranges. Der ist nach dem 1:1 zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV am Montag, den beiden Teams an der Spitze, wieder greifbarer geworden. Union liegt dadurch drei Punkte hinter den Norddeutschen und kann es aufgrund des besseren Torverhältnisses aus eigener Kraft schaffen, Platz zwei zu erreichen und damit den sicheren Aufstieg in die Bundesliga.

Mit Eventualitäten kann Fischer aber gerade wenig anfangen: „Wir müssen nicht auf die nächsten fünf Spiele schauen, sondern auf das nächste. Das gilt es, positiv zu gestalten.“ Die Berliner treten am Sonnabend bei Greuther Fürth an (13 Uhr, Sky), und dort sind sie gefordert nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg. „Drei Punkte mit nach Berlin zu nehmen, das ist das, was wir kurzfristig machen müssen“, betonte der Coach, dessen Mannschaft nach der Partie vor dem großen Duell mit dem HSV steht.

Innenverteidiger Hübner angeschlagen

Fürth liegt derzeit auf Platz elf der Tabelle. Nach dem jüngsten 2:2 der Köpenicker daheim gegen Regensburg schöpft Fischer vor allem aus den letzten 30 Minuten der Partie Mut. „Die waren wirklich gut, daran gilt es anzuknüpfen“, so der Trainer, der dieser Tage im Training viel Wert gelegt hat auf Abschlüsse. Auch wies der Schweizer die Mannschaft noch einmal darauf hin, dass sie in den zurückliegenden Spielen gute Ansätze hatte. Damit wolle er die Überzeugung innerhalb der Truppe befördern, „dass wir etwas erreichen können, obwohl die Resultate zuletzt nicht so erfolgreich waren. Wir wollen um jeden Zentimeter kämpfen, um dieses Erfolgserlebnis wieder zu spüren“.

Ein Sieg wäre nicht nur wichtig, um oben dran zu bleiben, sondern auch, um sich der Verfolger zu erwehren. Paderborn liegt nur einen Zähler hinter den Berlinern. Sollte Florian Hübner dabei nicht mithelfen können, würde das die Aufgabe allerdings erschweren. Der Innenverteidiger ist angeschlagen (Bein), sein Einsatz fraglich.