Zweite Liga

Gikiewicz ist die neue Nummer eins im Union-Tor

In der Stammelf der Köpenicker sind vor dem Start in die neue Saison gegen Erzgebirge Aue acht Plätze schon vergeben.

Rafal Gikiewicz verdrängt Jakob Busk

Rafal Gikiewicz verdrängt Jakob Busk

Foto: Britta Pedersen / dpa

Das 0:3 bei den Queens Park Rangers, die Niederlage gegen den englischen Zweitligisten im letzten Testspiel vor dem eigenen Zweitliga-Start am 5. August, sie hat Spuren hinterlassen beim 1. FC Union. „Es zeigt uns, dass du bereit sein musst. Das waren wir nicht in dem Maße, wie wir uns das vorstellen. Vielleicht war es ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit“, bilanzierte Trainer Urs Fischer die verpatzte Generalprobe in London. Niemand verliert gern ein Fußballspiel, und doch bleibt der Eindruck, als wäre der Schweizer nicht vollends unglücklich über diese Niederlage gewesen, mal abgesehen von deren Höhe.

Mit Blick auf die Startelf, die am kommenden Wochenende gegen Erzgebirge Aue den ersten Saisonsieg einfahren soll, ist jedoch festzuhalten: Fischer scheint seine Stammformation so gut wie gefunden zu haben. So hat Rafal Gikiewicz den Kampf um die Nummer eins im Tor gegen Jakob Busk gewonnen. Der 30 Jahre alte Pole, vom Bundesligisten SC Freiburg an die Alte Försterei gewechselt, stand nicht nur gegen Queens Park, sondern zuvor auch gegen Girondins Bordeaux (1:1) die komplette Spielzeit über zwischen den Pfosten.

Die Abwehr steht bereits

Auch im ersten Härtetest gegen Norwich City (2:1) im Trainingslager in Klosterpforte war Gikiewicz in den ersten 66 Minuten dabei, ehe er für Nachwuchsmann Lennart Moser Platz machen musste. Dem Dänen Jakob Busk, zum dritten Mal angetreten, um Unions Nummer eins zu werden und zu bleiben, bleibt nur die Bank.

Angesichts der immer noch angeschlagenen Florian Hübner (Muskelprobleme), Marc Torrejon (Muskelfaserriss in der Wade) und Fabian Schönheim (Knie) bilden Marvin Friedrich und Lars Dietz die Innenverteidigung. Beide waren in der vergangenen Winterpause zu Union gewechselt, Friedrich kam in der vorigen Rückrunde bereits auf zwölf Einsätze. Für Dietz, der bislang keine Rolle gespielt hatte, ist es die große Chance, endlich auf sich aufmerksam zu machen. Ob er sich gegen Hübner durchsetzen wird, wenn dieser wieder fit ist, darf jedoch bezweifelt werden. Eingerahmt wird das Duo von den Außenverteidigern Christopher Trimmel (rechts) und Ken Reichel.

Auf den Außenbahnen ist das Rennen noch offen

Im defensiven Mittelfeld ist Manuel Schmiedebach gesetzt. Unterstützt wird er dabei von Grischa Prömel, der – so lange Felix Kroos noch nicht wieder hundertprozentig fit ist – auch den Part im Zentrum übernehmen dürfte. Hinter der einzigen Spitze, die Zugang Sebastian Andersson bildet, hat sich Marcel Hartel den Platz gesichert, nicht zuletzt weil er gegen Queens Park immer wieder Torgefahr ausstrahlte.

Bleiben die Außenbahnen, wo sich Fischer zwischen Simon Hedlund, Kenny Prince Redondo und Akaki Gogia entscheiden dürfte. Bislang schien der Schwede Hedlund auf der linken Seite gesetzt zu sein. Doch der Trainer ließ den Flügelflitzer in London auf der rechten Seite ran, um Redondo eine weitere Bewährungschance zu geben. Und dann ist da noch Joshua Mees, der nach seinen muskulären Problemen ebenfalls zu einer guten Alternative wird – auf der Außenbahn oder als Stürmer anstelle des Schweden Andersson.