Zweite Liga

Union auf der Suche nach den alten Stärken

Nach sieben Gegentoren in den vergangenen beiden Spielen muss die Abwehr der Berliner gegen Bochum wieder zu sich finden.

Trainer Jens Keller (r.) und sein Stürmer Sebastian Polter fühlen sich auf dem Fußballplatz sichtlich wohler als auf der Schlittschuhbahn.

Trainer Jens Keller (r.) und sein Stürmer Sebastian Polter fühlen sich auf dem Fußballplatz sichtlich wohler als auf der Schlittschuhbahn.

Foto: Maurizio Gambarini / picture alliance / Maurizio Gamb

Berlin.  Der eine hatte Angst um seine Knochen. Dem anderen war die Eisfläche zu klein. Am Donnerstagabend stand die Weihnachtsfeier beim 1. FC Union auf dem Programm. Auf die kleine Schlittschuhbahn, die vor der Alten Försterei aufgebaut worden war, trauten sich jedoch nicht viele. Sebastian Polter machte die erhöhte Verletzungsgefahr Sorgen. Vor dem Spiel des 1. FC Union beim VfL Bochum am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) wollte der Stürmer kein Risiko eingehen. Und Trainer Jens Keller befand, dass der Platz nicht ausreiche, um seine eiskunstläuferischen Talente entfalten zu können. Viel lieber wäre dem 47-Jährigen sowieso, wenn sein Team die eigenen Talente wiederfinden würde, die zuletzt abhanden gekommen sind.

Vor allem in der Verteidigung muss sich Union nach sieben Gegentoren in den letzten beiden Spielen auf die Suche begeben, um wieder eine Erfolgsserie zu starten. „Die Abwehrleistung war großes Thema. Die ganze Mannschaft muss besser verteidigen“, erklärt Innenverteidiger Marc Torrejón. Größtes Problem gegen Heidenheim (3:4) und Darmstadt (3:3) waren die passgenauen Flanken, die vom Gegner ungestört in den Berliner Strafraum geschlagen wurden. Torrejón kennt die Ursache: „Die Umschaltbewegungen nach hinten waren zu langsam.“

Trainer Keller sorgt für Ruhe im Team

Der Plan für das Spiel in Bochum liegt also auf der Hand. „Dass wir die Flanken besser verteidigen und eine bessere Zuordnung im Zentrum haben“, sagt Keller, der die Fehler aus den letzen Auftritten konstruktiv mit seiner Mannschaft besprochen habe.

Generell war in diesen Tagen häufig Kellers Kommunikationstalent gefragt. Auch bei Steven Skrzybski, der Anfang der Woche Wechselgedanken geäußert hatte. „Wir haben drüber gesprochen und den Weg aufgezeigt“, sagt Keller. Denn wenn es etwas gibt, was die Köpenicker gerade so gar nicht gebrauchen können, ist das Unruhe. Der Trainer betont aber, dass innerhalb seines Teams kein Trubel herrsche. Ob Skrzybski das genau so sieht und wohin sein Weg geht, bleibt aber abzuwarten.

© Berliner Morgenpost 2019 – Alle Rechte vorbehalten.