Union Berlin

Für den Traum vom Aufstieg will Union die Siegesserie ausbauen

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Inga Böddeling
Unions Abwehrchef Toni Leistner hatte im Pokal noch auf der Bank gesessen, gegen Duisburg könnte er wieder in die Startelf rotieren.

Unions Abwehrchef Toni Leistner hatte im Pokal noch auf der Bank gesessen, gegen Duisburg könnte er wieder in die Startelf rotieren.

Foto: Herbert Rudel / picture alliance / Pressefoto Ru

Das Kapitel Pokal ist beendet, am Sonntag müssen die Berliner wieder in der Liga ran - Gegner ist der MSV Duisburg

Berlin.  Jens Keller würde am liebsten einen Haken machen. Das Kapitel Pokal endgültig abschließen – auch wenn der 1. FC Union bei der 1:4-Niederlage in Leverkusen am Dienstag einen mutigen Auftritt auf der großen nationalen Fußball-Bühne hingelegt hat. Nun kehrt bei den Köpenickern der Alltag ein. Im Auswärtsspiel am Sonntag beim MSV Duisburg (13.30 Uhr/Sky) soll der fünfte Liga-Sieg im fünften Spiel in Serie her.

Die überzeugende Leistung im Pokal gegen Leverkusen kann dabei Fluch und Segen zugleich sein. Damit die negativen Folgen nicht überwiegen, setzt der Trainer den Fokus wieder auf die Liga. „Jeder Spieler weiß, dass die Zweite Liga das Wichtigste für uns ist. Deshalb reden wir jetzt nur noch über Duisburg“, sagte Keller. Motivation müsse sein Team aus dem Pokalspiel nicht ziehen. Wer vier Spiele in Folge in der Liga gewinnt, kann sich wahrlich selbst motivieren.

Pedersen fehlt nach Verletzung im Pokalspiel

In der vergangenen Saison kam Union nach dem Pokalkampf gegen Borussia Dortmund (1:4 n.E.) in der Liga jedoch zunächst ins Straucheln. Zwei Niederlagen und ein Unentschieden - eine ähnliche Bilanz in den kommenden Spielen, und Union bräuchte für das Anvisieren der Aufstiegsplätze erst einmal wieder ein Fernglas. Mit dem MSV Duisburg wartet zudem ein Gegner, der nach dem Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf dringend benötigtes Selbstbewusstsein gesammelt hat. In Sachen Selbstvertrauen muss sich die Mannschaft von Jens Keller nach dem mutigen Pokalauftritt aber keinesfalls verstecken.

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hatte die Köpenicker nach dem Spiel am Dienstag zum Top-Favoriten um den Aufstieg auserkoren. Unions Abwehrchef Toni Leistner zog aus Völlers Lobeshymne bei Twitter übrigens seine ganz eigenen Schlüsse: „Wie geil! Dann brauchen wir die nächsten 23 Spiele gar nicht mehr spielen!“ Leistner wird aber wohl trotzdem nicht enttäuscht sein, wenn er sich nach der Pokalrotation in Duisburg in der Startelf wiederfindet. Abwehrkollege Kristian Pedersen wird nicht mit nach Duisburg reisen. Nach einer Oberschenkelverletzung im Pokal kommt ein Einsatz für den Dänen noch zu früh.