Zweite Liga

„Uchi“ Uchida will mit Union in die Bundesliga

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Uwe Bremer
Ich bin der Neue: Atsuto Uchida hat beim 1. FC Union einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben

Ich bin der Neue: Atsuto Uchida hat beim 1. FC Union einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Der neue Rechtsverteidiger will Sonntag im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld spielen.

Berlin.  Es waren vertauschte Rollen. Der Star aus Japan findet das alles ganz normal: „Es ist kein Problem für mich, in der Zweiten Liga zu spielen“, sagte Atsuto Uchida, 74-maliger Nationalspieler für Japan, der in diesen Tagen einen Ein-Jahres-Vertrag bei 1. FC Union unterschrieben hat und am Mittwoch offiziell vorgestellt wurde. „Ich habe jetzt zwei Tage die Mitspieler kennengelernt und das Stadion gesehen. Ich freue mich, vor diesen Fans zu spielen“, so Uschida.

Helmut Schulte dagegen, Leiter der Lizenzspielerabteilung von Union, war hörbar stolz. „Normalerweise können wir als Union so einen Spieler nicht verpflichten“, so Schulte. Er habe mit Trainer Jens Keller lange nach einem Rechtsverteidiger gesucht: „Wir mussten Geduld haben. Ein paar Sachen, die wir machen wollten, haben nicht funktioniert.“

Uchida war zweieinhalb Jahre verletzt

Damit Union einen Hochkaräter dieses Kalibers holen kann, „muss es eine gewisse Vorgeschichte haben.“ Gemeint ist die Patellasehnen-Verletzung, die verhinderte, dass Uchida, der darum gebeten habe, „Uchi“ genannt zu werden, seit März 2015 kein Bundesliga-Spiel mehr für den FC Schalke machen konnte. Als bei Union die Info landete, dass Uchida sich verändern will, „haben wir bei seiner Agentur angefragt“, sagt Schulte. „Und zu unserer Überraschung konnte sich Uchi Union, die Zweite Liga und Berlin sehr gut vorstellen.“

Uchida (29) hatte, um bei der Vorstellung bei Union alles gut zu verstehen, um einen japanischen Übersetzer gebeten. Doch nach sieben Jahren Schalke verstand er alle Fragen auf Deutsch und antwortete auf Japanisch, noch ehe der Übersetzer tätig geworden war. Er trainiere seit Jahresbeginn und habe die gesamte Vorbereitung mitgemacht. „Ich habe mehrere Testspiele über 90 Minuten gespielt.“

„Wenn Uchi den Ball hat, ist Ruhe im Karton“

Schulte schwärmte: „Uchi soll uns besser machen. Er hat Champions League gespielt, viele Länderspiele absolviert. Fußballerisch macht ihm niemand etwas vor. Wenn Uchi den Ball hat, ist Ruhe im Karton.“

Auf die Frage, ob er so fit ist, dass er am Sonntag gegen Arminia Bielefeld im Union-Kader stehen kann (13.30 Uhr, ­Alte Försterei), antwortete Uchida ohne Übersetzer auf Deutsch: „Ja.“ Und er sagte noch das hier: „Das Ziel muss es sein, mit Union aufsteigen.“