Zweite Liga

Kroos-Knaller lässt Union in Sandhausen jubeln

Union findet mit dem ersten Sieg in Sandhausen wieder in die Erfolgsspur zurück und rückt an das Spitzentrio der Zweiten Liga heran.

Felix Kroos (r.) und Steven Skrzybski feiern den Treffer gegen Sandhausen

Felix Kroos (r.) und Steven Skrzybski feiern den Treffer gegen Sandhausen

Foto: Uwe Anspach / dpa

Sandhausen.  Negativserien, vor allem, wenn sie vor seiner Zeit bei einem Klub gewesen sind, interessieren Jens Keller nicht wirklich. Mit Blick auf den SV Sandhausen braucht sich der Trainer des 1. FC Union seit Sonntag auch keine Sorgen mehr zu machen. Der Berliner Fußball-Zweitligist gewann erstmals im Hardtwaldstadion, es war allerdings auch ein hartes Stück Arbeit, bis das 1:0 (1:0) feststand.

Nein, es wahr kein Fußball-Leckerbissen, den die Köpenicker am ersten Advent präsentierten. Es galt, den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren – das ist vor 5185 Zuschauern gelungen. Union liegt als Fünfter einen Zähler hinter Relegationsplatz drei. „Ich freue mich, dass ich das entscheidende Tor machen konnte“, sagte Felix Kroos. Für den Union-Kapitän war es sein erster Saisontreffer im 50. Zweitligaspiel.

Keller hatte Simon Hedlund statt Kenny-Prince Redondo in die Startelf gestellt. Und der Schwede hatte auch gleich die erste Chance, scheiterte aber an SV-Torwart Rick Wulle (12.). Kurz darauf zog Kroos nach einem von Wulle abgewehrten Eckball aus 20 Metern einfach ab und hatte das Glück, dass der Ball noch von Sandhausens Verteidiger Tim Kister abgefälscht wurde (13.).

Abwehrkampf in Halbzeit zwei

„Wie schwer es ist, in Sandhausen zu gewinnen, das vor dem Spieltag Vierter in der Heimtabelle gewesen ist, hat man gesehen. Doch wichtig ist, dass wir nach drei sieglosen Spielen wieder gewonnen haben. Auch wenn wir gute Möglichkeiten hatten, um es nicht ganz so spannend zu machen“, sagte Union-Coach Keller. Tatsächlich hätten Steven Skrzybski (67., Pfosten), Roberto Puncec (85.), vor allem aber der eingewechselte Redondo (90.+2) erhöhen können.

So musste Union bis zum Schluss zittern, denn von jener Leidenschaft, die das Team zuvor noch in der Schlussphase gegen Stuttgart (1:1) gezeigt hatte, war nicht viel zu sehen. In Halbzeit zwei schnürte Sandhausen die Gäste phasenweise sogar an deren eigenem Strafraum ein, ohne jedoch für echte Gefahr zu sorgen.

Union-Torwart Jakob Busk musste nur beim abgefälschten Schuss von Andrew Wooten eingreifen (40.) und hatte zudem Glück, dass Kistners Kopfball auf die Latte klatschte (16.) und Jose Vunguidica zu ungenau zielte (81., 86.).