Zweite Liga

Unions Trainer Keller kann aus dem Vollen schöpfen

25 gesunde Spieler bei Laune zu halten, ist gar nicht so leicht. Union-Trainer Jens Keller ist trotzdem froh über diese Aufgabe.

Jens Keller erste Wochen beim 1. FC Union verliefen sehr vielversprechend

Jens Keller erste Wochen beim 1. FC Union verliefen sehr vielversprechend

Foto: Matthias Kern / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Für die Abendgestaltung am Freitag hatte Jens Keller schon eine Idee: „Ich werde mal ein bisschen würfeln und schauen, was wir machen“, sagte der Trainer des 1. FC Union. Das soll jetzt nicht danach klingen, als wäre die Aufstellung beim Berliner Fußball-Zweitligisten eine eher zufällige Angelegenheit. Viel mehr drückt es ganz gut die Möglichkeiten aus, die dem Übungsleiter derzeit zur Verfügung stehen. Seine Spieler sind fast alle einsatzbereit, die Stürmer treffen, das Team gewinnt.

Es lebt sich komfortabel für den Trainer

Komfortabel lebt es sich gerade bei Union, dem Tabellenfünften. Keller wirkt entsprechend gelassen vor der Partie am Sonntag bei Erzgebirge Aue (13.30 Uhr), er lacht viel. Hauptsächlich galt das Bild mit der Abendplanung der Frage, ob nun Collin Quaner, Philipp Hosiner oder beide zusammen im Angriff auflaufen werden.

Letzteres wäre eine Premiere in der Startelf. „Es spricht viel dafür, aber auch einiges dagegen“, so Keller. Beide agieren normalerweise in der Spitze, doch beim 2:1 gegen Hannover am Sonntag harmonierten sie ab der Einwechslung von Quaner auch als Duo sehr gut und schossen den Sieg heraus.

Drei Spiele in sieben Tagen

Keller will sich bei der Entscheidung auch von Aues Stil leiten lassen. „Sie funktionieren als Mannschaft, die sehr viel marschiert“, hat der Trainer beim 13. der Tabelle beobachtet. Die eigene Taktik soll anpassungsfähig sein, da sieht er einen großen Vorteil seines Teams: „Wir sind ja unglaublich variabel.“ Nicht zuletzt, weil das Personal nahezu komplett zur Verfügung steht. „Das ist das große Glück“, sagt Keller.

Er sieht darin aber auch eine Herausforderung: „Für den Trainer ist das schön, aber für die Gruppe auch nicht ganz einfach. Wenn 25 Spieler auf dem Platz stehen, die Laune hochzuhalten, da haben wir als Trainerteam ein bisschen zu tun.“ Weil mit der Partie in Aue eine Woche mit drei Spielen in sieben Tagen beginnt, werden frische Kräfte auch dringend gebraucht.