Zweite Liga

Düwel setzt erneut auf Kreilach als Union-Kapitän

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Michael Färber
Damir Kreilach bleibt Kapitän bei Union

Damir Kreilach bleibt Kapitän bei Union

Foto: Soeren Stache/Archiv

Damir Kreilach bleibt Kapitän. Im Trainingslager in Österreich gibt es aber auch Verlierer im Union-Team.

Bad Kleinkirchheim –.  Die Schnelllebigkeit im Profigeschäft Fußball dokumentierte sich zum Abschluss des Trainingslagers in Bad Kleinkirchheim. Während die Mannschaft des 1. FC Union ihre letzte Einheit absolvierte, übernahm im Hintergrund bereits der italienische Klub US Palermo den Standort – mit eigenem Koch und großem Fitnesszelt. Ein Beleg dafür, welch langer Weg noch vor dem Berliner Fußball-Zweitligisten liegt.

Doch in den vergangenen sieben Tagen haben Trainer Norbert Düwel und auch die Spieler einiges angeschoben, um zumindest den sportlichen Teil auf dem Weg unter die Top 20 in Deutschland gehen zu können. Immer wieder fielen Worte wie Teamgeist oder Konstanz. Letzteres muss die Mannschaft in der am 26. Juli gegen Düsseldorf beginnenden Saison auf den Platz bringen. Mannschaftlich geschlossen präsentierte sich Union bereits in Kärnten.

„Wir hatten hier ausgezeichnete Bedingungen und einen guten Kader. Die Arbeit mit den Jungs macht einfach Spaß“, bilanzierte Trainer Düwel. Spaß, der sich auf die Übungseinheiten übertrug, trotz hochsommerlicher Temperaturen und eines intensiven Programms. Da wurde gescherzt („Toni, bist du jetzt Kapitän oder warum trägst du ein Leibchen?“ – Torwart Haas zu Verteidiger Leistner), angetrieben („Alle noch mal konzentrieren jetzt“ – Mittelfeldspieler Stephan Fürstner) und aufgemuntert („Positiv bleiben!“ – Abwehrmann Benjamin Kessel im Test gegen Wien). „Die Neuen sind von der Mannschaft sehr gut aufgenommen worden. Das macht vieles sehr, sehr leicht“, erklärte Düwel.

Am Trainer ist es nun, in den verbleibenden zwei Wochen aus seinem 27 Mann umfassenden Kader jene 18 Mann und schließlich jene Elf zu finden, die erfolgreich ins Spieljahr startet. Das Testspiel gegen Austria Wien (0:1) hat gezeigt, wer die Nase derzeit vorn hat. Innenverteidiger Kessel, auch Fürstner, der wie Michael Parensen als Stellvertreter von Kapitän Damir Kreilach bestimmt wurde, auf der Sechser-Position können hier genannt werden. Dazu Maximilian Thiel auf der linken Außenbahn ebenso wie Angreifer Sören Brandy.

Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Toni Leistner wird sich angesichts der Fülle von fünf möglichen Innenverteidigern Gedanken machen müssen. Auch Fabian Schönheim ist nicht mehr gesetzt, seitdem Düwel die Dreierkette in der Defensive immer mehr einstudieren lässt. Zugang Kenny Prince Redondo konnte nur wenig überzeugen. Ob die Testspieler Pascal Itter und Torwart Mark-Patrick Redl verpflichtet werden, ist noch nicht entschieden.

( fär )