Beim 1. FC Union scheint der Frühjahrsputz bereits im Januar begonnen zu haben. Denn nur ein Tag nach der Bekanntgabe, dass sich die Wege von Baris Özbek und dem Berliner Fußball-Zweitligisten getrennt haben, verlässt auch Martin Dausch den Köpenicker Klub. Dausch wechselt ablösefrei in Richtung MSV Duisburg. Der Mittelfeldspieler erhofft sich beim derzeitigen Tabellensechsten der Dritten Liga einen Neuanfang.

„Ich glaube, dass es für Martin der richtige Schritt ist. Oft hilft es, in einem neuen Umfeld noch einmal völlig neu anzugreifen. Ich wünsche ihm persönlich und sportlich alles Gute für seinen weiteren Weg“, kommentiert Unions Cheftrainer Norbert Düwel den Abgang des Offensivspielers. „Martin ist ehrgeizig und will spielen, deshalb ist der Wechsel für ihn eine große Chance. Wir haben eine gute Lösung gefunden“, sagte Nico Schäfer, Unions kaufmännisch-organisatorischer Leiter der Lizenzspielerabteilung.

Dausch war im Sommer 2013 vom damaligen Trainer Uwe Neuhaus geholt worden. Er kam von Unions Ligakonkurrenten VfR Aalen. Der 28-Jährige hatte bei den Köpenickern jedoch nie den Durchbruch geschafft. Dausch absolvierte in den vergangenen anderthalb Jahren zwar 30 Zweitliga-Spiele für Union, kam dabei jedoch zumeist als Einwechselspieler nicht über Teileinsätze hinaus.

Unions Fans sammeln für erkrankten Sohn

„Mir bleibt vor allem, danke zu sagen für eine unglaubliche Zeit. Was mir und meiner Familie bei Union an Unterstützung zuteil geworden ist, hätte ich nie erwartet. Dies lässt sich kaum in Worte fassen. Ich werde das nie vergessen und wünsche dem Verein und den Menschen, die ihn prägen und zu etwas ganz besonderem machen, alles Gute“, sagte Dausch.

Im September 2013 hatten Union-Fans eine Spendenaktion unter dem Motto „Gemeinsam sehen – Union leben“ gestartet, um Geld für die Erforschung der seltenen Augenkrankheit Aniridie (angeborenes Fehlen der Regenbogenhbaut) zu sammeln, unter der Dauschs Sohn Luca leidet.

Dauschs Vertrag, der im Sommer dieses Jahres ausgelaufen wäre, wurde mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Der Blondschopf reiste bereits am Sonntag in ins Trainingslager der Duisburger nach Antalya.