Die Plakatmacher von Fortuna Düsseldorf sind in dieser Saison nie um einen Spruch verlegen. So prangt vor dem Spiel am Sonntag gegen den 1. FC Union (13.30 Uhr, Sky live) Weiß auf Rot der Spruch „Marmor, Stein und Eisern bricht, aber unsere Liebe nicht“ auf der Spielankündigung.

Ein Sieg über die Eisernen aus Berlin ist fast schon Pflicht für die Rheinländer, um wenigstens noch die Chance auf die Relegation zur Bundesliga zu erhalten. Kaum zu glauben, dass die Düsseldorfer, die es in der Rückrunde nur auf mickrige 16 Zähler gebracht haben, nach der Hinrunde mit 41 Punkten noch souveräner Spitzenreiter der Zweiten Liga gewesen sind.

„Die Ausbeute ist für einen Aufstiegsanwärter schon ein bisschen dünne“, sagte denn auch Union-Trainer Uwe Neuhaus. Und weiß deshalb auch, dass eine „mögliche Relegation gegen Köln die Fortuna beflügeln wird“.

Für seine Mannschaft ist es die letzte Chance, in der Rückrunde doch noch einem der großen Fünf ein Bein im Aufstiegsrennen zu stellen. Die bisherigen Versuche gegen Greuther Fürth (0:5), Paderborn (2:3), Eintracht Frankfurt (0:4) und St. Pauli (1:2) waren aussichtslos oder gingen unglücklich daneben.

In Düsseldorf hat jedenfalls das Zittern um die Rückkehr in die Bundesliga längst begonnen. Ruhe und Mut, den Abschluss zu suchen, könnten für die Unioner, die von gut 2000 Fans unterstützt werden, die Schlüssel zum Erfolg sein. „Die Düsseldorfer werden sicherlich immer nervöser, solange wir die Partie offen halten können.

Auch die Zuschauer könnten dann unruhig werden. Das kann schon ein Vorteil für uns sein“, sagte Daniel Göhlert, der erneut für Christian Stuff in der Innenverteidigung auflaufen wird.

Neben Stuff (nach auskurierter Lungenentzündung) wird wohl auch Silvio (Sprunggelenk) zunächst auf der Bank Platz nehmen. „Sie haben erste Gehversuche im Mannschaftstraining gemacht. Für die volle Zeit wird aber die Kraft noch nicht reichen“, sagte Trainer Neuhaus. Christoph Menz dürfte den Gelb-gesperrten Marc Pfertzel rechts in der Vierer-Abwehrkette ersetzen.