Ihren Optimismus haben die Spieler des 1. FC Union noch nicht verloren, trotz zuletzt nur einem Punkt aus drei Partien. So ist sich zum Beispiel Mittelfeldmann Dominic Peitz sicher: „Wenn wir mit der gleichen Einstellung wie gegen Duisburg ins Spiel gehen und ein Tor erzwingen, dann wird das auch in Fürth klappen.“

Das Duell am Freitag gegen Fürth (18 Uhr, Sky), es ist so etwas wie der Wegweiser für das letzte Saisondrittel. Ein Sieg, und Berlins Fußball-Zweitligist kann den Klassenerhalt mit dann 37 Zählern praktisch feiern. Eine Niederlage jedoch, und der Blick müsste wohl oder übel noch einmal nach unten gehen. Die Tabelle belegt: Unions Tendenz – vor zwei Wochen war der Aufsteiger noch Achter, jetzt steht er als Zehnter so schlecht da wie noch nie in dieser Spielzeit – ist fallend. Und zwar stetig.

Schon deshalb hat Trainer Uwe Neuhaus Veränderungen im Kader angekündigt. „Nichts dramatisches, denn die Mannschaft hat ja gegen Duisburg nicht enttäuscht.“ Die Rückkehr von Karim Benyamina in die Startelf neben dem gesetzten John Jairo Mosquera steht dennoch unmittelbar bevor. „Er hat einen Riesenschritt nach vorn gemacht“, lobte Neuhaus den Torjäger der vergangenen Drittliga-Saison. Der Coach habe zuletzt viel von der Spielfreude gesehen, die er so lange bei Benyamina vermisst hatte. Sollte der Angreifer diese Leistung permanent abrufen können, „ist er allererste Wahl“, erklärte Neuhaus.

Durch Benyaminas Rückkehr dürfte Ede ins Mittelfeld zurückrutschen, entweder auf die rechte Seite oder – wie schon in der Schlussphase gegen Duisburg – hinter die Spitzen. Da Mattuschka in den vergangenen Wochen zu den beständigsten Unionern zählt, dürfte sich wohl Dogan auf der Bank wiederfinden. „Wenn man zur zweitbesten Rückrunden-Mannschaft fährt, die noch dazu in den letzten acht Partien sechs mal zu Null gespielt hat, könnte man meinen, man fährt chancenlos dahin. Das sehe ich aber nicht so“, setzt Uwe Neuhaus vor allem auf Standardsituationen.