Die Berlinerin Britta Steffen hat die Schwimm-Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen in London ohne Medaille beendet. Die Doppel-Olympiasiegerin von Peking 2008 kam am Samstagabend im Finale über 50 Meter Freistil in 24,46 Sekunden auf den undankbaren vierten Platz. Die 28-Jährige verpasste Bronze um sieben Hundertstel.
Die favorisierte Niederländerin Ranomi Kromowidjojo siegte mit olympischem Rekord von 24,05 Sekunden. Die Niederländerin hatte bereits über die doppelte Freistil-Distanz gewonnen und schaffte damit genau wie Steffen 2008 das Freistil-Double. Zweite wurde die Weißrussin Alexandra Gerassimenja (24,28) vor der Niederländerin Marleen Veldhuis (24,39).
Britta Steffen verpasste bei ihren vierten Olympischen Spielen einen Abschluss mit Edelmetall. Zuvor hatte die 28-Jährige mit der Staffel über 4 x 100 Meter Freistil als Neunte sowie im Einzel über 100 Meter mit Platz zwölf im Halbfinale Tiefschläge hinnehmen müssen. Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) waren die Wettbewerbe in London zugleich die ersten medaillenlosen Spiele seit 1932.
Wie es nun nach dem Finale von London für Steffen weitergeht, ist noch offen. Am Mittwoch hatte die Doppel-Weltmeisterin von 2009 nach ihrem Halbfinal-Aus über 100 m ihren Abschied angedeutet.
„Ich bin sehr glücklich, es war mein großes Ziel, hier noch einmal ein Finale zu erreichen“, sagte Steffen, die auch mit zwei Staffeln vorzeitig ausgeschieden war: „Über 50 Meter ist vieles möglich, es wäre natürlich super, noch einmal nach einer Medaille zu greifen.“
dpa/sid/sei


