„Neuland“ betrat Fabian Reese nach eigener Aussage. Der Kapitän von Hertha BSC besuchte Anfang Mai die Werkstätten der Union Sozialer Einrichtungen in der Oranienstraße 26, in denen Menschen mit Behinderungen, vor allem mit psychischen Erkrankungen, arbeiten.

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Neuland ist für den Profi des Berliner Fußball-Zweitligisten aber nicht der Kreuzberger Hinterhof, in dem Reese an jenem Freitagnachmittag am Tag der offenen Tür die Werkstätten besuchte. Sondern die besondere Kooperation, die der 28-Jährige nun mit dem Unionhilfswerk eingegangen ist.
Dort fungiert der Offensivspieler als eine Art Botschafter für den Träger sozialer Projekte und Einrichtungen, wie auch Werbeflächen im Stadtgebiet zeigen. Das Unionhilfswerk unterstützt die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Familien, Menschen mit Beeinträchtigung sowie mit alten und sterbenden Menschen.
Hertha BSC: Fabian Reese hat eigenes Wohltätigkeitsprojekt
„Es ist eine langfristige Partnerschaft“, betont Reese. Schon vor rund einem Jahr hatte der gebürtige Kieler mit seiner Verlobten Johanna Grünewald ein eigenes Wohltätigkeitsprojekt unter dem Namen „Haus Grünewald“ gestartet. Mit der neuen Partnerschaft profitieren der Hertha-Profi und seine Verlobte vom Netzwerk und Wissen des Unionhilfswerks.
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„Für uns ist es ein Leichtes, in der privilegierten Situation, in der wir uns befinden, das Licht auf wichtige Dinge in und um Berlin herum scheinen zu lassen“, erklärt Reese. Der soziale Träger wiederum bekommt dank des erfolgreichen und berühmten Profifußballers neue Aufmerksamkeit, um seine Arbeit im sozialen Bereich sichtbarer zu machen.
Längst sind dank Reese auch andere Hertha-Spieler auf das Engagement aufmerksam geworden. So baute Luca Schuler, der gelernter Tischler ist, eine Torwand, die beim Hoffest zum Einsatz kam. Torhüter Tjark Ernst hatte Reese zum Termin in Kreuzberg begleitet und sich ebenfalls die Einrichtung und die Werkstätten zeigen lassen.

„Für uns ist das eine Art Neuland“, sagte Reese über die neue Zusammenarbeit und ergänzte: „Wir wollen Schritt für Schritt gehen und herausfinden, wo wir am meisten helfen können und die Leute am meisten Potenzial sehen.“ Am Ende könnte aus der Idee des „Haus Grünewald“ tatsächlich ein physischer Raum als Ort für soziale Projekte werden. „Das Ziel ist, dieses Haus in Berlin irgendwo zu haben, für Menschen von Herzen“, stellt der Hertha-Kapitän klar.
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Berlin ist für den populären Führungsspieler des Hauptstadtklubs zu einer Heimat und zu einem Lebensmittelpunkt geworden. Zugleich wachsen die Zweifel, ob Hertha den Unterschiedsspieler, dessen Vertrag bis 2030 läuft, nach dem verpassten Aufstieg halten kann.
Fabian Reese wird von anderen Klubs umworben
Bei einem konkreten Angebot eines ambitionierten Erstligisten dürfte Herthas bester Torjäger und Vorbereiter wohl genau abwägen, ob er zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere eine neue sportliche Herausforderung annimmt. „Wir brauchen nicht rumzueiern“, stellte auch Herthas Geschäftsführer Peter Görlich klar und fügte an: „Schauen Sie sich das Alter und die Scorerwerte an. Das fällt ja nicht nur uns auf, dass der in irgendeiner Art und Weise etwas kann.“

Der Topscorer sei „für jeden einzelnen Jugendspieler ein Vorbild, weil er wahnsinnig hart an sich arbeitet und sehr fokussiert und konzentriert ist“, so Görlich. Doch auch dem Manager ist Reeses Strahlkraft in Berlin bewusst: „Dass ein moderner Fußballer in so einer, positiv formuliert, wilden Stadt an der einen oder anderen Stelle andere Aufgaben übernimmt und Ziele hat, wissen wir.“ Und auch, dass Reese gern Neuland betritt.






