Das „scharfe S“ spielt in der deutschen Sprache nur eine untergeordnete Rolle, am Dienstag auf dem Trainingsplatz von Hertha BSC war der akustische Sonderlaut aber omnipräsent. „Gut so, Sess!“, rief da einer, oder „Klasse, Passi!“, ein anderer.

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„Sess“ und „Passi“, das sind Kevin Sessa und Pascal Klemens. Zwei Akteure, die im bisherigen Saisonverlauf eine eher untergeordnete Rolle beim Berliner Fußball-Zweitligisten eingenommen hatten – in dieser Woche vor dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC (Sonnabend, 13 Uhr, Sky und im Liveticker auf morgenpost.de) aber an Relevanz gewinnen.
Hertha BSC muss länger auf Kennet Eichhorn verzichten
Schließlich wird Kennet Eichhorn „vorerst“ mit einer Sprunggelenksverletzung ausfallen, wie Hertha am Dienstag mitteilte. Der 16-Jährige war in der Schlussphase des Spiels gegen Schalke 04 (0:0) am Sonnabend umgeknickt und musste ausgewechselt werden. Da auch Diego Demme wegen seiner diffusen Schwindelsymptomatik nach wie vor nicht mit der Mannschaft trainieren kann, wird neben Paul Seguin im defensiven Mittelfeld nun ein Platz frei für einen Nachrücker aus der eigentlichen zweiten Reihe.
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Zu Saisonbeginn hatte noch regelmäßig Leon Jensen eine der beiden Positionen bekleidet. Aktuell befindet er sich aber noch im Aufbautraining nach einem Muskelfaserriss und arbeitete am Dienstag gemeinsam mit Niklas Kolbe nur individuell. Deshalb sind Sessa und Klemens jetzt die natürlichen Kandidaten für den Einsatz in der Startelf.
Sessa kam für Eichhorn ins Spiel
Der 25-jährige Sessa war zuletzt von einer Sprunggelenksblessur im Trainingslager zurückgeworfen worden, die ihn aber glücklicherweise nicht nachhaltig beeinflusste. Beim Rückrundenauftakt gegen Schalke war er es, der nach Eichhorns Verletzung dessen Position übernahm. Im Training am Dienstag machte er einen durchaus galligen Eindruck und schien gewillt, seine Chance in dieser Woche zu nutzen.

Pascal Klemens hatte wegen einer schwereren Sprunggelenksverletzung beinahe die komplette Hinrunde verpasst und erst im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel gegen Arminia Bielefeld (1:1) sein Comeback gefeiert. Trotzdem war er schon vergangene Woche in ernster Verlosung für einen Startelfplatz, allerdings ging es dort um die Innenverteidigerposition. Toni Leistner war gesperrt und Marton Dardai erkrankt. Wenn Dardai nicht rechtzeitig fit geworden wäre, wäre Klemens die einzig verbliebene Option für das Abwehrzentrum gewesen.
Trainer Leitl lobt Klemens
„Wir sind sehr froh, dass er nach der schweren Verletzung wieder zurückgekommen ist. Es war ein langer Weg, aber er hat sich sehr professionell verhalten“, lobte Leitl den 20-jährigen Klemens. Nun ist er deshalb auch für die Vakanz im defensiven Mittelfeld eine ernsthafte Option – diese Position hatte er schon bei einem Großteil seiner Einsätze in der vergangenen Spielzeit bekleidet.
Wie Hertha bekanntgab, wird neben Eichhorn auch Maurice Krattenmacher „bis auf Weiteres“ ausfallen. Die 20 Jahre alte Leihgabe des FC Bayern München war schon im ersten Durchgang gegen Schalke mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt worden. Die am Wochenende grippegeschwächten Tjark Ernst und Fabian Reese kehrten dafür am Dienstag vollständig ins Mannschaftstraining zurück.





