Selbst der Gegner zeigte seine höchste Anerkennung. „Hertha hat sich drei Punkte verdient“, räumte Miron Muslic als Trainer von Schalke 04 ein. Sein Team war am Sonnabend zu einem 0:0 bei Hertha BSC gekommen. „Der Punkt ist sehr glücklich“, gestand Muslic, der mit den Gelsenkirchenern als Tabellenführer ins Olympiastadion gekommen war.

Doch es war der Berliner Fußball-Zweitligist, der die Partie dominierte und sich ein erdrückendes Übergewicht an Torchancen herausspielte.

Hertha BSC verzweifelt an Schalke-Keeper Karius

Zwölf zu vier Torschüsse konnte der Haupstadtklub am Ende der Begegnung statistisch vorweisen, und es war nur dem Schalker Schlussmann Loris Karius und seinen Paraden geschuldet, dass keiner dieser Versuche zu einem Treffer und so aller Wahrscheinlichkeit nach zum Sieg im Topspiel des Unterhauses reichte.

Hertha-Cheftrainer Stefan Leitl lobte seine Profis daher überschwänglich. „Großes Kompliment an die Jungs, ich bin zufrieden mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben“, erklärte der 48-Jährige und wollte selbst angesichts zahlreicher vergebener Tormöglichkeiten „überhaupt gar keinen Vorwurf“ zum Umgang mit den Chancen erheben. „Am Ende stand ein überragender Keeper im Tor.“

Zugleich nahm Leitl die vielversprechende Nullnummer zum Anlass, dem weiteren Verlauf der Rückrunde, die im Zeichen der Aufstiegsmission steht, zuversichtlich entgegenzublicken: „Wir sprechen von 17 guten Spielen in dieser Rückrunde, eins haben wir jetzt gezeigt. Ich bin überzeugt, dass wir diese Leistung in den nächsten Wochen konservieren können und dann muss die auch mit einem Sieg belohnt werden.“ Gegen Schalke errang Hertha ein Pünktchen Hoffnung.