Hertha BSC stürmt ins Pokal-Viertelfinale, fertigt Zweitliga-Konkurrent Kaiserslautern am Dienstagabend mit 6:1 ab. Schuler mit einem Doppelpack (6. und 60.), Winkler (21.), Eichhorn (31.), Kownacki (75.) und Krattenmacher (80.) treffen für die Alte Dame. Hertha-Stürmer David Kownacki, Torschütze zum zwischenzeitlichen 5:1, steht allerdings wegen einer anderen Szene im Mittelpunkt.

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Der Pole reißt Lautern-Profi Marlon Ritter beim Stand von 6:1, also kurz vor Schluss, einen Zettel mit taktischen Anweisungen aus der Hand, wie auf TV-Bildern zu sehen ist. Das Kuriose: Kownacki scheint den Zettel wirklich ernsthaft zu studieren – und gibt ihn dann an Ritter zurück, der zunächst auch versucht, sich den Zettel zurückzuholen und halbherzig reklamiert. Schließlich gibt Kownacki den Zettel dem Lauterer Mittelfeldspieler wieder.
Herthas Kownacki nimmt Lautern-Profi den Taktik-Zettel weg – „Mir scheißegal“
Seltsam: Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt fast beendet, Hertha deutlich in Führung, was versprach sich Kownacki von Einblicken in die Lauterer Taktik? Und was hatte sich die Pfälzer Trainerbank von ihrer Zettelkommunikation in einem schon lange entschiedenen Duell erhofft?

Nach Morgenpost-Informationen soll das Papier eine Anweisung zur taktischen Umstellung auf ein 3-4-2-1-System beinhaltet haben. Ritter sagte später bei „Sky“ zur Szene: „Ist mir scheißegal.“ Sky-Reporter Patrick Wasserziehr hakte nach: „Wirkte aber nicht so.“ Ritters kurze Antwort: „Ist aber so.“ Die beiden Trainer der Mannschaften, Stefan Leitl und Torsten Lieberknecht, gaben in der Pressekonferenz an, die Szene nicht wahrgenommen zu haben.
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Die Videos zum kuriosen Zettel-Klau verbreiteten sich derweil rasend schnell in den sozialen Medien. Inzwischen wurde die Szene millionenfach geklickt und angeguckt, auch von internationalen Fußballfans. Das Ausmaß des Hypes bekam am Mittwoch auch Hertha-Profi Kownacki mit. Gegenüber der Morgenpost sagte er am Mittwoch: „Ich habe es heute Morgen gesehen, mein ganzes Instagram war voll.“
FCK-Coach Lieberknecht hatte allerdings ganz andere Sorgen: „Was wir abgeliefert haben, ist unentschuldbar. Wir können uns nur entschuldigen bei den FCK-Fans. Das war heute eine Nicht-Leistung, für die ich mich verantwortlich sehe und mich in Grund und Boden schäme.“ Bei so einem Ergebnis ist die Zettel-Affäre nur Nebensache.





