Eigentlich reden Fußball-Trainer gern über ihr Kerngeschäft. In allen taktischen Feinheiten. Cristian Fiél hatte nach der 0:2-Blamage beim Tabellenletzten Jahn Regensburg darauf aber überhaupt keine Lust. Der Chefcoach von Hertha BSC war bedient.

Montag

Immer Hertha-Newsletter

Bestellen Sie hier den wöchentlichen Newsletter zu Hertha BSC

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Fußball ist in allererster Linie Herz und Leidenschaft, Wille und Gier“, erklärte der 44-Jährige. „Da sind viele Dinge, bevor wir über fußballerische Dinge sprechen. Die haben wir heute alle vermissen lassen.“ Kopflos, ideenlos, teilweise sogar lustlos kam der Auftritt des Berliner Fußball-Zweitligisten in Bayern daher.

Hertha BSC hat in dieser Saison schon 13 Mal nicht gewonnen

Die zweite Niederlage im dritten Spiel seit Rückrundenstart hat die Resthoffnungen auf den Bundesliga-Aufstieg endgültig begraben. Stattdessen steckt der Hauptstadtklub im Tabellenmittelfeld fest und muss sogar noch aufpassen, dass die Klubs aus der Abstiegszone nicht näherrücken.

Auch interessant

„Uns muss bewusst sein, welches Emblem wir auf der Brust tragen“, sagte Trainer Fiél. „Die Leistung war unwürdig heute. Diese Dinge müssen zur Sprache kommen. Das war eine Leistung, die nicht genügt, um Spiele in der Zweiten Liga zu gewinnen.“

Das ist den Berlinern in dieser Saison nun schon 13 Mal nicht gelungen. Vier Unentschieden und neun Niederlagen stehen in der blau-weißen Statistik – Verhältnisse wie in der roten Zone. Zu wenig für die Ambitionen des zweitteuersten Kader der Zweiten Liga.

Mehr zum Thema

Marius Gersbeck steht erneut bei Hertha BSC im Tor

„Es tut extrem weh und ist schwierig zu erklären“, sagte Torhüter Marius Gersbeck, der erneut und zum dritten Mal in Folge den Vorzug vor Tjark Ernst erhalten hat und als Herthas neue Nummer eins gilt. „Wir waren über einen zu langen Zeitraum nicht drin in der Partie und haben deshalb verdient verloren.“

Damit werden die Rufe nach einem Trainerwechsel in Westend wieder lauter. Auch wenn die Verantwortlichen um Sportdirektor Benjamin Weber in der Winterpause erklärt hatten, dass man voll und ganz hinter dem Weg mit Cristian Fiél stehe. Nach der Niederlage in Regensburg aber war allen Beteiligten klar, dass es so nicht weitergehen kann.

Am kommenden Wochenende reist der 1. FC Kaiserslautern ins Olympiastadion (Sonnabend, 20.30 Uhr). Neben dem jüngsten Leistungsknick muss Hertha dabei auch noch mit der eigenen eklatanten Heimschwäche zurechtkommen.