Im Topspiel der 2. Liga zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV ist die Partie wegen Protesten gegen die Investoren-Pläne der Deutschen Fußball Liga (DFL) für längere Zeit unterbrochen worden. Am Samstagabend flogen zu Beginn der zweiten Halbzeit immer wieder Tennisbälle aus der Hertha-Kurve auf das Feld. „Investorenwahnsinn endlich stoppen, ob in der DFL oder in den Vereinen“, stand auf einem Banner.
In der ersten Halbzeit gab es schon dieselbe Aktion, allerdings nur drei bis vier Minuten. Da flogen die Bälle aus dem HSV-Block. In der zweiten Hälfte kommen die Bälle aus der Ostkurve des Olympiastadions, mehrere Durchsagen des Stadionsprechers blieben ungehört. Manche Fans hatten sogar Schleudern dabei, um die Tennisbälle aufs Feld zu befördern.
Tennisbälle bei Hertha: Pal Dardai geht in die Ostkurve
Nachdem das Spiel schon mehr als 15 Minuten unterbrochen war, ging Hertha-Coach Pal Dardai in die Kurve und redete auf die Fans ein. Um nicht auszukühlen, starteten die Spieler derweil auf dem Platz mit Aufwärmübungen. Torhüter Marius Gersbeck, der enge Verbindungen zu den Ultras hat, war ebenfalls in der Kurve.
Dann schickte Daniel Schiedsrichter Schlager beide Teams in die Kabinen. In der 82. Minute kamen sie wieder aufs Feld – nach 32 Minuten Pause. Die Stadionuhr wurde logischerweise zurückgesetzt, auf die 53. Minute. Sollten nochmal Bälle aufs Feld fliegen, könnte die Partie komplett abgebrochen werden.
mit dpa


